KFZ-Haftpflicht: Neue Ranking-Methode für Beschwerden
Die russische Zentralbank (CBR) aktualisiert die Methode zur Bewertung von KFZ-Haftpflichtversicherern. Künftig fließen auch Beschwerden ein, die vom Finanzombudsmann vollständig oder teilweise zugunsten der Kunden entschieden wurden.
Mehr Transparenz für Autofahrer
Die russische Zentralbank (CBR) hat ihre Methodik zur Erstellung des Rankings von KFZ-Haftpflichtversicherern überarbeitet.
Bisher wurden nur begründete Beschwerden berücksichtigt, die direkt bei der Aufsichtsbehörde eingereicht wurden.
Die neue Methode erweitert den Umfang und schließt nun auch Beschwerden von Privatpersonen ein, die vom Finanzombudsmann vollständig oder teilweise zugunsten der Kunden entschieden wurden.
Dieser umfassendere Ansatz soll Autobesitzern eine transparentere und ganzheitlichere Bewertung der Servicequalität der Versicherer im Markt für die obligatorische Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung (CMTPLI) ermöglichen.
Die CBR betont, dass diese Anpassung eine präzisere Abbildung der tatsächlichen Kundenzufriedenheit und der Leistungsfähigkeit der Versicherungsunternehmen gewährleistet, um so das Vertrauen der Verbraucher zu stärken und die Markttransparenz zu erhöhen.
Faire Vergleiche und klare Ausschlüsse
Das Ranking der Versicherer basiert auf der Anzahl der Beschwerden pro 10.000 KFZ-Haftpflichtpolicen.
Um eine faire Vergleichbarkeit zu gewährleisten, werden die Ergebnisse in zwei separaten Tabellen dargestellt: eine für Versicherer mit über drei Millionen Policen und eine weitere für Unternehmen unterhalb dieser Schwelle.
Dies ermöglicht es, Gesellschaften mit ähnlicher Kundengröße direkt miteinander zu vergleichen.
Ausgeschlossen vom Ranking sind Marktteilnehmer mit lediglich einer begründeten Beschwerde oder einer im Vergleich zu den Versicherern der zweiten Tabelle deutlich kleineren Kundenbasis.
Auch Entscheidungen des Finanzombudsmanns, die gerichtlich angefochten werden, bleiben unberücksichtigt.