Russlands Auslandsverschuldung fällt bis Ende 2025 auf 319,3 Milliarden US-Dollar
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Russlands Auslandsverschuldung fällt bis Ende 2025 auf 319,3 Milliarden US-Dollar

Die Auslandsverschuldung Russlands sank bis Ende 2025 auf 319,3 Milliarden US-Dollar. Dies setzt den Trend der letzten Jahre fort, in denen die Gesamtverschuldung kontinuierlich zurückging.

Kontinuierlicher Rückgang seit dem Höhepunkt

Die Gesamtauslandsverschuldung der Russischen Föderation verzeichnete bis Dezember 2025 einen weiteren Rückgang auf 319,3 Milliarden US-Dollar.

Dies markiert eine signifikante Reduktion gegenüber dem Höchststand von 728,9 Milliarden US-Dollar im Dezember 2013.

Besonders auffällig ist der starke Rückgang nach Dezember 2021, als die Verschuldung noch bei 497,0 Milliarden US-Dollar lag.

Bis März 2022 fiel sie auf 488,4 Milliarden US-Dollar und beschleunigte sich dann bis Dezember 2022 auf 385,1 Milliarden US-Dollar.

Dieser Trend setzte sich fort, mit einem Wert von 323,6 Milliarden US-Dollar im September 2025 und 309,6 Milliarden US-Dollar im Juni 2025.

Die Daten der Zentralbank Russlands (CBR) zeigen eine anhaltende Deleveraging-Phase, die sich über mehrere Jahre erstreckt und die Abhängigkeit von externen Finanzierungen reduziert.

Verschiebung der Lasten: Staat und Banken im Fokus

Der Rückgang der Auslandsverschuldung ist in allen Sektoren sichtbar.

Die Verschuldung des Staates (General Government) sank von 68,0 Milliarden US-Dollar im Dezember 2021 auf 23,5 Milliarden US-Dollar Ende 2025.

Auch die Verbindlichkeiten der Zentralbank und der Geschäftsbanken reduzierten sich von einem Höchststand von 201,3 Milliarden US-Dollar im September 2008 auf 110,9 Milliarden US-Dollar im Dezember 2025.

Der größte Anteil der Auslandsverschuldung entfällt auf 'Other sectors', die von 319,0 Milliarden US-Dollar im Dezember 2021 auf 185,0 Milliarden US-Dollar Ende 2025 fielen.

Diese Entwicklung spiegelt eine bewusste Politik der Reduzierung externer Abhängigkeiten wider.

Sanktionen wirken, aber mit Folgen

Der massive Abbau der Auslandsverschuldung ist eine direkte Folge der westlichen Sanktionen, die Russland zu einer stärkeren Binnenfinanzierung zwingen.

Während dies die externe Verwundbarkeit reduziert, könnte es langfristig die Wachstumsaussichten dämpfen, da der Zugang zu internationalem Kapital eingeschränkt bleibt.

Die Zahlen zeigen eine erzwungene Resilienz, deren Preis noch nicht vollständig absehbar ist.

Quelle: External Debt of the Russian Federation

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