Inflationserwartungen der Haushalte sinken, Konsumklima trübt sich ein
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Inflationserwartungen der Haushalte sinken, Konsumklima trübt sich ein

Im Februar 2026 sanken die Inflationserwartungen der Haushalte für das kommende Jahr auf 13,1 Prozent, auch die Preiserwartungen der Unternehmen gingen zurück. Gleichzeitig trübte sich das Konsumklima ein, während die Inflationsprognosen der Analysten für Ende 2026 leicht stiegen.

Gemischtes Bild bei den Inflationserwartungen

Im Februar 2026 zeigten sich die Inflationserwartungen überwiegend rückläufig.

Die Erwartungen der Haushalte für das kommende Jahr sanken auf 13,1 Prozent, während die für die nächsten fünf Jahre unverändert bei 11,4 Prozent blieben.

Auch die Preiserwartungen der Unternehmen für die nächsten drei Monate gingen zurück, was darauf hindeutet, dass der Effekt der erhöhten Steuerlast weitgehend erschöpft ist.

Die Breakeven-Inflation aus inflationsindexierten Staatsanleihen (OFZ-IN) stieg hingegen leicht an.

Analysten hoben ihre Inflationsprognosen für Ende 2026 an, während die für längere Zeiträume kaum verändert blieben und sich bei rund 4 Prozent einpendelten.

Die Bank von Russland prognostiziert für 2026 eine jährliche Inflation von 4,5–5,5 Prozent und ab 2027 eine Rückkehr zum Zielwert.

Konsumklima trübt sich deutlich ein

Der Konsumklima-Index (CSI) fiel im Februar 2026 auf 97,7 Punkte, den niedrigsten Stand seit Dezember 2022.

Sowohl die Einschätzungen der Befragten zur aktuellen Lage als auch ihre Erwartungen sanken.

Der Index für die gegenwärtige Situation erreichte 87,6 Punkte, beeinflusst durch eine deutliche Verschlechterung der persönlichen Finanzlage im vergangenen Jahr und ungünstigere Bedingungen für größere Anschaffungen.

Der Erwartungsindex sank auf 104,4 Punkte, wobei insbesondere die Prognosen zur persönlichen Finanzlage im kommenden Jahr und zur Entwicklung des Landes in fünf Jahren nachließen.

Die beobachtete Inflation der Haushalte verharrte bei 14,5 Prozent.

Vorsichtige Entspannung, aber Risiken bleiben

Die rückläufigen Inflationserwartungen der Haushalte und Unternehmen sind ein positives Signal für die Geldpolitik, auch wenn die Breakeven-Inflation leicht anzieht.

Das gleichzeitig sinkende Konsumklima deutet jedoch auf eine anhaltende Belastung der Verbraucher hin, was die Wirtschaftsaussichten dämpfen könnte.

Die Bank von Russland muss daher weiterhin einen Balanceakt zwischen Inflationsbekämpfung und Unterstützung der Konjunktur meistern.