Russlands Geldpolitik: Lockerungstendenzen im Februar 2026
Die Bank von Russland (CBR) stellt in ihrem Februar-Bericht fest, dass sich die geldpolitischen Bedingungen lockern. Nach der Leitzinssenkung im Februar sanken die Geldmarktsätze, während die Inflationserwartungen zurückgingen.
Leitzinssenkung entspannt Geldmärkte
Die Bank von Russland (CBR) hat am 13. Februar 2026 ihren Leitzins um 50 Basispunkte auf 15,50 Prozent gesenkt.
Diese Entscheidung führte zu einer Entspannung der geldpolitischen Bedingungen im Januar und Februar, obwohl diese insgesamt noch straff blieben.
Der durchschnittliche RUONIA-Satz fiel im Februar auf 15,34 Prozent, was einen negativen Spread zu den Leitzinsen im Geldmarkt zur Folge hatte.
Auch die Renditen in einigen Finanzmarktsegmenten gingen zurück.
Trotz sinkender Inflationserwartungen bei Haushalten und Unternehmen verharrten die Realzinsen auf dem Niveau der Vormonate.
Die CBR betonte, dass die zugrunde liegenden Maße des aktuellen Preiswachstums sich nicht wesentlich verändert hätten, trotz eines beschleunigten Preiswachstums im Januar aufgrund einmaliger Faktoren.
Die weitere Zinspolitik werde von der Nachhaltigkeit der Inflationsverlangsamung und der Dynamik der Inflationserwartungen abhängen.
Kreditmärkte und Geldaggregate
Die Zinsbedingungen für Kredite und Einlagen zeigten im Januar ein gemischtes Bild.
Einlagenzinsen passten sich den Leitzinssenkungen an, während die Sätze für Unternehmens- und Privatkredite stiegen, bedingt durch eine veränderte Struktur der Operationen.
Forderungen an die Wirtschaft gingen im Januar saisonal zurück, da Unternehmen nach öffentlichen Aufträgen Schulden tilgten.
Die Nachfrage nach Familienhypotheken stieg hingegen bei Privatkunden.
Die jährliche Zunahme der Geldaggregate beschleunigte sich Ende Februar, beeinflusst durch verschobene Steuerzahlungen.
Diese Entwicklungen spiegeln die komplexe Wirkungsweise des geldpolitischen Transmissionsmechanismus wider, der die Geldpolitik über verschiedene Kanäle an die Realwirtschaft weitergibt.
Vorsichtige Lockerung, kein Kurswechsel
Die jüngste Leitzinssenkung der Bank von Russland signalisiert eine vorsichtige Entspannung der geldpolitischen Bedingungen.
Trotzdem bleiben die zugrunde liegenden Inflationsrisiken bestehen, da das Kernpreiswachstum sich kaum verändert hat.
Dies deutet darauf hin, dass die CBR eher eine flexible Anpassung als einen aggressiven Kurswechsel anstrebt, um auf die weitere Inflationsentwicklung reagieren zu können.