Russlands Geschäftsklima trübt sich ein, Preiserwartungen fallen
Der Geschäftsklimaindex (BCI) der Bank von Russland fiel im März auf -0,1 Punkte, getrieben von schwächeren Einschätzungen zu Produktion und Nachfrage. Gleichzeitig sanken die durchschnittlichen Preiserwartungen der Unternehmen für die nächsten drei Monate auf 5,0 Prozent.
Geschäftsklima im März deutlich abgekühlt
Der Geschäftsklimaindex (BCI) der Bank von Russland sank im März auf -0,1 Punkte, nach 0,2 Punkten im Februar.
Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf gesunkene aktuelle Einschätzungen von Produktion und Nachfrage zurückzuführen.
Die BCI-Werte und -Dynamiken variierten weiterhin erheblich zwischen den einzelnen Branchen.
Trotzdem blieben die Preiserwartungen der Unternehmen (Saldo der Antworten) im Vergleich zum Februar nahezu unverändert.
Die durchschnittliche, auf Jahresbasis hochgerechnete Preissteigerung, die Unternehmen für die nächsten drei Monate erwarten, fiel im März von 5,8 Prozent im Februar auf 5,0 Prozent.
Dies deutet auf eine leichte Entspannung der wahrgenommenen Inflationsdynamik hin, obwohl die Erwartungen weiterhin über dem Ziel der Zentralbank liegen.
Investitionen wachsen, Arbeitskräftemangel bleibt
Im vierten Quartal 2025 setzten die Unternehmen ihre Investitionstätigkeit fort, wobei die Wachstumsrate die höchste des gesamten Jahres 2025 war.
Für das erste Quartal 2026 erwarten die Unternehmen ein weiteres, wenn auch moderateres Investitionswachstum.
Trotz dieser Investitionen in neue Kapazitäten sank die Kapazitätsauslastung im vierten Quartal 2025 weiter, verblieb aber deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 2017–2019.
Der Arbeitskräftemangel ging im vierten Quartal 2025 allmählich zurück.
Dennoch waren die Personalbestände im Vergleich zur Zeit vor 2022 weiterhin extrem niedrig.
Die Rekrutierungserwartungen für das erste Quartal 2026 waren die moderatesten seit dem dritten Quartal 2022, der Saldo der Antworten blieb jedoch positiv.
Gemischte Signale für die Geldpolitik
Die Daten des Geschäftsklimamonitorings senden gemischte Signale für die Geldpolitik.
Während die sinkenden Preiserwartungen eine gewisse Entspannung andeuten, bleibt der anhaltende Arbeitskräftemangel ein Inflationsrisiko.
Die Bank von Russland wird diese Entwicklungen genau beobachten müssen, um den richtigen Zeitpunkt für eine Zinsanpassung zu finden.
Quelle: 'Monitoring of Businesses' No. 3 • March 2026
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