Ausländeranteil an russischen Staatsanleihen steigt leicht auf 3,5 Prozent
Der Anteil von Ausländern an russischen Staatsanleihen (OFZ) ist im Februar 2026 leicht auf 3,5 Prozent gestiegen. Im Vormonat lag der Anteil noch bei 3,4 Prozent.
Leichter Anstieg nach historischem Tief
Im Februar 2026 stieg der Anteil nicht-ansässiger Investoren an russischen Staatsanleihen (OFZ) auf 3,5 Prozent.
Dies markiert einen leichten Anstieg gegenüber den 3,4 Prozent im Januar und Dezember 2025.
Die Bestände der Nicht-Ansässigen beliefen sich im Februar auf 1.071 Milliarden Rubel, während die Gesamtmarktgröße der OFZ 30.930 Milliarden Rubel erreichte.
Der aktuelle Anteil liegt nahe dem historischen Tief von 3,3 Prozent, das im November 2025 verzeichnet wurde.
Zum Vergleich: Ende 2021, vor den weitreichenden Sanktionen, lag der Ausländeranteil noch bei 19,9 Prozent.
Der Rückgang seitdem ist signifikant und spiegelt die geopolitischen Entwicklungen wider, die zu einem massiven Abzug internationaler Investoren geführt haben.
Vom Höhepunkt zum marginalen Akteur
Die Beteiligung ausländischer Investoren am russischen OFZ-Markt hat sich in den letzten Jahren drastisch reduziert.
Im Februar 2020 erreichte der Anteil mit 34,9 Prozent seinen Höhepunkt.
Bis Ende 2021 sank er leicht auf 19,9 Prozent, bevor er im Jahr 2022 massiv einbrach.
Im Dezember 2022 lag der Anteil nur noch bei 11,1 Prozent.
Dieser Trend setzte sich 2023 und 2024 fort, mit einem Rückgang auf 7,4 Prozent Ende 2023 und 4,0 Prozent Ende 2024.
Die aktuellen Werte von rund 3,5 Prozent zeigen, dass nicht-ansässige Investoren nur noch eine marginale Rolle im russischen Staatsanleihenmarkt spielen.
Symbolische Präsenz, geringe Relevanz
Der marginale Anteil nicht-ansässiger Investoren an russischen Staatsanleihen unterstreicht die anhaltende Isolation des russischen Kapitalmarktes.
Dies reduziert zwar Moskaus Abhängigkeit von externer Finanzierung, schränkt aber gleichzeitig den Zugang zu internationalem Kapital und die Marktliquidität erheblich ein.
Für globale Investoren bleibt der russische Markt aufgrund der Sanktionsregime und des hohen politischen Risikos weitgehend irrelevant.