Preiswachstum zieht im Juni temporär an
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Preiswachstum zieht im Juni temporär an

Die russische Verbraucherpreisinflation (CPI) beschleunigte sich im Juni deutlich, angetrieben von Entwicklungen am Kraftstoffmarkt. Trotz insgesamt geringerer Kerninflationsdrücke bleiben die Risiken für die mittelfristige Inflationsprognose aufwärtsgerichtet.

Inflationsdruck bleibt bestehen

Die Verbraucherpreisinflation (CPI) in Russland zeigte im Juni eine deutliche Beschleunigung, nachdem sie in den Monaten April und Mai gedämpft verlaufen war.

Haupttreiber dieser Entwicklung waren die Geschehnisse am Kraftstoffmarkt.

Steigende Kraftstoffpreise wirken sich direkt aus und beeinflussen zudem die Preise anderer Güter und Dienstleistungen durch höhere Kosten und Produktionsengpässe.

Dies spiegelt sich auch in den Juli-Flash-Daten wider, die eine beschleunigte wöchentliche Preisentwicklung und eine Zunahme der Komponenten mit beschleunigtem Wachstum zeigen.

Obwohl die Kerninflationsdrücke im Vergleich zum Vorjahr geringer sind, sind die Risiken für die mittelfristige Inflationsprognose nach oben gerichtet.

Um eine nachhaltige Rückkehr der Inflation zum 4-Prozent-Ziel zu gewährleisten, ist ein kalibrierter geldpolitischer Kurs erforderlich, der sowohl die aktuellen Bedingungen als auch die sich ändernde Risikobalance berücksichtigt.

Nachhaltige Disinflation erfordert Zurückhaltung

Für eine anhaltende Disinflation muss die private Nachfrage weiterhin verhalten bleiben.

Die Risiken für die mittelfristige Inflationsprognose sind aufwärtsgerichtet, was die jüngsten Entwicklungen im Mai und Juni unterstreichen.

Angesichts bevorstehender Haushaltsrevisionen wird der öffentliche Sektor voraussichtlich stärker zur Gesamtnachfrage beitragen als zuvor erwartet.

Das robuste Konsumwachstum, erhöhte Inflationserwartungen und eine nur langsame Entspannung am Arbeitsmarkt werden zusätzlich durch Versorgungsengpässe am Kraftstoffmarkt belastet.

Nach einem Rückgang zu Jahresbeginn setzte sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal fort, zeigte jedoch eine erhebliche sektorale Divergenz, die über dem Niveau von 2025 lag.

Geduld ist gefragt

Die CBR steht vor einer komplexen Abwägung: Einerseits scheinen die Kerninflationsdrücke nachzulassen, andererseits drohen temporäre Faktoren und eine expansive Fiskalpolitik die Preisstabilität zu untergraben.

Die Notwendigkeit, die private Nachfrage zu zügeln, während der öffentliche Sektor expandiert, stellt eine geldpolitische Herausforderung dar.

Ohne eine präzise kalibrierte Politik könnte die Rückkehr zum Inflationsziel von 4 Prozent länger dauern als erhofft.

Quelle: Talking Trends: price growth picks up temporarily

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