Dänen zahlen mehr mobil – Wallets dominieren im Handel
Mehr als neun von zehn Zahlungen im dänischen Einzelhandel sind digital. Mobile Wallets wie Apple Pay und Google Pay verdrängen physische Karten und machen ein Drittel aller Zahlungen aus.
Wallets treiben Digitalisierung voran
Die Nutzung von Kartenzahlungen über mobile Wallets wie Apple Pay und Google Pay hat sich in Dänemark rasant entwickelt.
Im Jahr 2025 entfiel fast jede dritte Zahlung im physischen Handel auf diese Lösungen.
Dieser Anstieg geht zulasten physischer Karten, die im selben Jahr noch etwas mehr als die Hälfte der Zahlungen ausmachten.
Der Trend spiegelt die Präferenz der dänischen Bürger für schnelle und einfache Zahlungslösungen wider.
Auch die Nutzung von Dankort in Apple Pay, die seit 2025 von mehr Banken angeboten wird, trägt zum Wachstum der Wallet-Zahlungen bei und stützt die Gesamtzahl der Dankort-Transaktionen, die seit 2016 rückläufig war.
Insgesamt sind 91 Prozent der Zahlungen im dänischen Einzelhandel digital.
Robuste Systeme und unscharfe Grenzen
Die dänische Nationalbank betont die Relevanz robuster Zahlungssysteme.
Lösungen wie die „Deferred Authorisation“ ermöglichen Offline-Zahlungen mit physischen Karten und Wallets, selbst bei Internetausfall.
Dies wird mit zunehmender Wallet-Nutzung wichtiger für Händler.
Zudem könnten Instant Payments, die derzeit weniger als 5 Prozent der physischen Zahlungen ausmachen, die Resilienz erhöhen, da sie eine eigene Infrastruktur nutzen.
Die Grenzen zwischen physischem und Online-Handel verschwimmen: 30 Prozent des gesamten Kartenumsatzes in Dänemark entfielen 2025 auf E-Commerce, auch durch In-App-Zahlungen im Geschäft.
Dänemark gehört international zu den Ländern mit dem höchsten Anteil digitaler Zahlungen, obwohl Bargeld im Vergleich zu anderen nordischen Ländern noch relativ häufig genutzt wird, da Händler zur Annahme verpflichtet sind.
Digitalisierung mit Achillesferse
Dänemark ist Vorreiter bei digitalen Zahlungen, doch die Abhängigkeit von wenigen Systemen birgt Risiken für die Ausfallsicherheit.
Die Forderung nach robusteren Lösungen und die Pflicht zur Bargeldannahme zeigen eine notwendige Balance.
Trotz des Fortschritts bleibt die Infrastruktur anfällig für Störungen, was die Notwendigkeit diversifizierter Zahlungssysteme unterstreicht.