Toftdahl: Dänischer Repo-Markt zentral für Geldpolitik und Stabilität
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Toftdahl: Dänischer Repo-Markt zentral für Geldpolitik und Stabilität

Martin Wagner Toftdahl von der Danmarks Nationalbank betonte die zentrale Rolle des dänischen Repo-Marktes für Finanzstabilität und geldpolitische Transmission. Er mahnte eine effiziente Liquiditätsverteilung an, um Marktvolatilität zu vermeiden.

Rückgrat der Finanzmärkte

Im dänischen Repo-Markt sind es primär dänische Banken, die Liquidität an andere Marktteilnehmer verleihen, während sie selbst nur begrenzt Liquidität erhalten.

Diese Banken versorgen eine breite Palette von Akteuren, wobei Investmentfonds den größten Anteil der Liquidität erhalten; die fünf größten Fonds allein machen etwa die Hälfte des gesamten Repo-Marktes aus.

Ein erheblicher Teil dieser Repo-Darlehen wird von den Fonds zur Hebelung ihrer Anlagen in dänische Hypothekenanleihen genutzt.

Ein gut funktionierender Repo-Markt ist absolut entscheidend für die gesamten dänischen Finanzmärkte.

Er erleichtert den Zugang zu Liquidität, ist wichtig für das Risikomanagement und unterstützt die Nachfrage nach Anleihen.

Martin Wagner Toftdahl hob hervor, dass der Repo-Markt auch für die geldpolitische Transmission unerlässlich ist – also für die Weitergabe der Leitzinsen an die Geldmarktzinsen.

Dies ist wichtig, da die Danmarks Nationalbank über diesen Kanal den Wechselkurs der Krone strukturell beeinflusst und die Festkurspolitik stützt.

Volatilität als Warnsignal

Der Zinskorridor der Danmarks Nationalbank von fünfzehn Basispunkten zwischen Einlagen- und Kreditzinsen soll Anreize für geldpolitische Gegenparteien schaffen, ihre Liquidität aktiv über die dänischen Kronen-Geldmärkte zu steuern.

Dies fördert eine effiziente Verteilung der Liquidität untereinander und die Nutzung der Kreditfazilität der Nationalbank.

Im Frühjahr 2025 kam es jedoch zu erhöhter Volatilität an den Kronen-Geldmärkten, wobei Repo- und implizite Forward-Sätze gelegentlich die Kreditzinsen der Danmarks Nationalbank deutlich überstiegen.

Diese Volatilität fiel mit einem Rückgang der Nettoposition zusammen – den Nettoeinlagen der geldpolitischen Gegenparteien nach Abzug ihrer Inanspruchnahmen der Kreditfazilität.

Solch erhöhte Volatilität signalisiert, dass die Geldmärkte nicht effektiv funktionieren.

Kein Stigma für Zentralbank-Hilfe

Die jüngste Volatilität im dänischen Repo-Markt unterstreicht die Notwendigkeit einer aktiveren Liquiditätsverteilung durch die Marktteilnehmer.

Die Danmarks Nationalbank signalisiert damit klar, dass ihre Fazilitäten als integraler Bestandteil des Liquiditätsmanagements verstanden und ohne Zögern genutzt werden sollten.

Nur so lässt sich die Effizienz der Geldpolitik sicherstellen und eine stabile Funktionsweise des Marktes, unabhängig von der Nettoposition, gewährleisten.