DKNB definiert Klimaindikatoren für Finanzsektor
Die Danmarks Nationalbank (DKNB) hat eine detaillierte Methodik für ihre experimentellen klimabezogenen Indikatoren veröffentlicht. Diese Indikatoren sollen den finanzierten CO2-Ausstoß und die Exposition des Finanzsektors gegenüber emissionsintensiven Unternehmen transparent machen.
Transparenz für den Klimafußabdruck
Die Danmarks Nationalbank (DKNB) hat eine umfassende Methodik für ihre experimentellen klimabezogenen Indikatoren vorgestellt.
Diese Indikatoren, die vierteljährlich für Versicherungs- und Pensionsgesellschaften, Investmentfonds sowie Banken und Hypothekenbankinstitute erstellt werden, umfassen den absoluten finanzierten CO2-Ausstoß, die Kohlenstoffintensität, die gewichtete durchschnittliche Kohlenstoffintensität und den CO2e-Fußabdruck.
Ihr Hauptzweck ist es, die Finanzierung von Treibhausgasemissionen und die Exposition des Finanzsektors gegenüber emissionsintensiven Unternehmen zu quantifizieren.
Die Methodik basiert auf Empfehlungen der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) und der Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF), die an der Schaffung globaler Berichtsstandards arbeiten.
Die Indikatoren sind noch experimentell und sollen bei verbesserter Datenverfügbarkeit und -qualität erweitert werden.
Sie decken Investitionen in börsennotierte Aktien, Unternehmensanleihen und dänische Hypothekenanleihen ab.
Messgrößen und Berechnungsmethoden
Die Berechnung der Indikatoren berücksichtigt verschiedene Emissionskategorien: Scope 1 (direkt kontrollierbare Emissionen), Scope 2 (indirekte Emissionen aus Energiebezug) und Scope 3 (indirekte Emissionen in der Wertschöpfungskette).
Für die Ermittlung des absoluten finanzierten CO2-Ausstoßes wird der Emissionsanteil eines Unternehmens basierend auf dem Eigentumsanteil des Portfolios zugerechnet.
Die Kohlenstoffintensität misst Emissionen pro Million Kronen Umsatz, während die gewichtete durchschnittliche Kohlenstoffintensität (WACI) die Exposition eines Portfolios gegenüber emissionsintensiven Unternehmen widerspiegelt.
Die Datenerhebung stützt sich auf Hauptquellen wie Versicherungs- und Pensionsstatistiken, Investmentfondsstatistiken, Wertpapierstatistiken sowie Daten von Institutional Shareholder Services (ISS) und Morgan Stanley Capital International (MSCI).
Ein wichtiger Schritt, noch ohne globale Norm
Die Veröffentlichung dieser Methodik ist ein wichtiger Schritt zur Transparenz der Klimarisiken im Finanzsektor.
Obwohl die Indikatoren noch experimentell sind und globale Standards fehlen, setzt die DKNB damit ein klares Zeichen für die Notwendigkeit einer Quantifizierung.
Für Marktteilnehmer und Regulierer bietet dies eine wertvolle Grundlage, um die Auswirkungen von Investitionen auf das Klima besser zu verstehen und zu steuern.