Dänische Wirtschaft: Gute Balance, aber Inflationsrisiken durch Energiepreise
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Dänische Wirtschaft: Gute Balance, aber Inflationsrisiken durch Energiepreise

Die dänische Wirtschaft befindet sich trotz geopolitischer Unsicherheit und steigender Energiepreise in guter Balance. Danmarks Nationalbank prognostiziert niedrige Inflation, warnt aber vor Risiken durch Energiepreise und mahnt zur fiskalischen Vorsicht.

Inflationsrisiken trotz stabiler Prognose

Danmarks Nationalbank prognostiziert für die dänische Wirtschaft eine niedrige Inflation in den kommenden Jahren: 1,8 Prozent für 2026, 2,0 Prozent für 2027 und 1,9 Prozent für 2028.

Trotz dieser stabilen Aussichten birgt die Entwicklung der Energiepreise, insbesondere durch den Krieg im Nahen Osten, ein erhebliches Inflationsrisiko.

Gouverneur Christian Kettel Thomsen betonte jedoch: "Trotz der aktuellen Energiepreisanstiege erwarten wir keine Inflationskrise wie nach Russlands Invasion der Ukraine.

" Ein von der Nationalbank erstelltes Risikoszenario zeigt, dass bei einer weiteren Einschränkung der Öl- und Gaslieferungen aus dem Persischen Golf und deutlich höheren Preisen die Inflation 2026 auf 4,5 Prozent steigen könnte.

Die Kerninflation wird für 2026 auf 2,2 Prozent, für 2027 auf 2,1 Prozent und für 2028 auf 1,7 Prozent geschätzt.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Dänemarks soll 2026 und 2027 um jeweils 1,8 Prozent und 2028 um 2,0 Prozent wachsen.

Fiskalische Vorsicht und begrenzte Spielräume

Die dänische Zentralbank spricht zwei Empfehlungen für die Fiskalpolitik der kommenden Jahre aus.

Sie schätzt, dass nur eine begrenzte Kapazität besteht, die Produktion zu steigern, ohne Lohnsteigerungen und Inflation zu befeuern.

Daher sollte die neue Regierung im Haushaltsentwurf für 2027 die Nachfrage nicht über das bereits im '2035-Plan' der Vorgängerregierung Geplante hinaus erhöhen.

Christian Kettel Thomsen hob hervor, dass Dänemark in den kommenden Jahren mit erheblichen Ausgaben für Verteidigung, Klima und demografische Entwicklung konfrontiert ist.

Die dauerhafte Erhöhung der Verteidigungsausgaben um 75 Milliarden Kronen seit der Invasion der Ukraine schränkt den Spielraum für weitere Prioritäten erheblich ein.

Die Nationalbank mahnt die nächste Regierung zur Vorsicht bei der Ausschöpfung des fiskalischen Spielraums.

Stabilität unter Druck

Die Einschätzung der Danmarks Nationalbank zeigt ein Land in robuster Verfassung, das jedoch externen Schocks ausgesetzt ist.

Die Warnung vor fiskalischer Überdehnung ist angesichts steigender Verteidigungsausgaben und demografischer Lasten überfällig und essenziell.

Ohne disziplinierte Haushaltspolitik könnte der aktuelle Gleichgewichtszustand schnell gefährdet sein.