Elternhilfe beim Eigenheim: Vermögen oder Kredit?
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Elternhilfe beim Eigenheim: Vermögen oder Kredit?

Eltern unterstützen ihre Kinder beim ersten Eigenheim oft finanziell. Eine Studie der Dänischen Nationalbank zeigt nun: Diese Hilfe wird nicht nur aus Vermögen, sondern auch durch neue Kredite finanziert.

Das Paradox der elterlichen Unterstützung

Die Studie der Dänischen Nationalbank untersucht, wie Eltern die finanzielle Unterstützung für den ersten Eigenheimerwerb ihrer Kinder finanzieren.

Mithilfe dänischer Verwaltungsdaten, die Erstkäufer und ihre Eltern von 2000 bis 2023 verknüpfen, identifizieren die Ökonomen elterliche Finanzhilfen und verfolgen die Anpassungen in den elterlichen Bilanzen.

Es zeigt sich, dass die Unterstützung sowohl durch den Abbau von Vermögenswerten als auch durch eine erhöhte Kreditaufnahme finanziert wird.

Beide Kanäle sind zum Zeitpunkt des Kaufs ökonomisch bedeutsam.

Dies deutet darauf hin, dass intergenerationale Unterstützung aktive Verschuldungsentscheidungen der Eltern widerspiegelt, mit Implikationen für die Gesamtverschuldung, Risikobereitschaft und Schwankungen am Immobilienmarkt über den Konjunkturzyklus hinweg.

Die Forscher entwickelten eine Methode, um elterliche Finanzhilfen zu identifizieren, da diese in den Registern nicht direkt sichtbar sind.

Sie definieren Unterstützung als Fälle, in denen die Anzahlung die eigenen Vorkauf-Vermögenswerte um mindestens 15 Prozent des Kaufpreises übersteigt.

Verstärkung von Preisdynamik und Risiken

Die Finanzierung von Transfers aus Vermögen oder durch Schulden kann die Immobilienpreisdynamik in Boomphasen verstärken, indem sie Liquiditätsengpässe für jüngere Haushalte lockert.

Bei Vermögensfinanzierung erhöhen steigende Vermögenswerte das Nettovermögen der Eltern, was größere Transfers ermöglicht und Erstkäufern erlaubt, aggressiver zu bieten.

Bei schuldenfinanzierter Unterstützung können ähnliche Preisdynamiken entstehen, doch die zusätzliche Verschuldung in den elterlichen Bilanzen erhöht die Anfälligkeit für Abschwünge.

Eine höhere Verschuldung kann Eltern Zins- und Einkommensschocks aussetzen und die Sensibilität ihrer Konsum- und Bilanzanpassungen über den Konjunkturzyklus hinweg verstärken.

Fallende Immobilienpreise könnten dann die Beschränkungen für Eltern und Kinder verschärfen, was möglicherweise zu einem Deleveraging und stärkeren Rückgängen der Wohnungsnachfrage führt.

Die Studie ist die erste, die dokumentiert, dass intergenerationale Vermögenstransfers für den Eigenheimerwerb mit zusätzlicher Kreditaufnahme verbunden sind, was zu mehr Verschuldung in der Wirtschaft führt.

Verdeckte Risiken im Familienverbund

Die Studie entlarvt eine bisher unterschätzte Quelle systemischer Risiken im Immobilienmarkt.

Indem Eltern Kredite aufnehmen, um Kinder zu unterstützen, wird die Gesamtverschuldung im System erhöht und die Anfälligkeit für Zinsschocks verstärkt.

Politische Entscheidungsträger müssen diese verdeckten Hebelwirkungen bei der Regulierung von Wohnimmobilienmärkten dringend berücksichtigen.