Standardisierung der ESG-Stresstests
Die Europäischen Aufsichtsbehörden EBA, EIOPA und ESMA (ESAs) haben am 8. Januar 2026 gemeinsame Leitlinien für ESG-Stresstests veröffentlicht.
EU-weite Harmonisierung der ESG-Risikobewertung
Die Veröffentlichung der Leitlinien ist ein weiterer Schritt in der umfassenden EU-Strategie zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken in das Finanzsystem.
Während die EZB und nationale Aufsichtsbehörden bereits eigene Stresstests zu Klimarisiken durchführen, schaffen die ESAs nun einen gemeinsamen Rahmen für die gesamte EU.
Dies soll ein Flickenteppich nationaler Ansätze verhindern und eine konsistente Bewertung ermöglichen, ohne jedoch die Aufseher zu neuen, spezifischen ESG-Stresstests zu verpflichten.
Es geht um die Methodik, nicht um die Mandatserweiterung.
Standardisierung ohne neue Pflichten
Die Leitlinien sind ein wichtiger Schritt zur Harmonisierung der ESG-Risikobewertung in der EU.
Sie bieten Aufsichtsbehörden einen klaren Rahmen und fördern eine konsistente Herangehensweise.
Die explizite Klarstellung, dass keine neuen Stresstest-Pflichten entstehen, dämpft jedoch Erwartungen an eine sofortige, umfassende Ausweitung der ESG-Stresstests.