MREL-Anforderungen bei 25-29% der RWA; Bail-in bevorzugt
Das aktuelle MREL-Dashboard der EBA für Q4 2025 zeigt, dass die MREL-Anforderungen je nach Bankkategorie zwischen 25 und 29 Prozent der risikogewichteten Aktiva (RWA) liegen. Die Abwicklung mittels Bail-in bleibt dabei die bevorzugte Strategie.
Bail-in bleibt bevorzugte Abwicklungsstrategie
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat ihr MREL-Dashboard für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht, das einen umfassenden Überblick über die Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL) im EU-Bankensektor bietet.
Die Daten zeigen, dass die externen MREL-Anforderungen für Banken je nach Kategorie zwischen 25 und 29 Prozent der risikogewichteten Aktiva (RWA) liegen.
Für global systemrelevante Institute (G-SIIs) beträgt die Anforderung 28,9 Prozent der RWA, während andere Banken durchschnittlich 24,6 Prozent erreichen.
Die Abwicklung mittels Bail-in ist weiterhin die dominierende Strategie und wird für 94 Prozent der Abwicklungsbanken angewendet, gemessen an den RWA.
Dies zeigt die fortgesetzte Stärkung der Abwicklungsfähigkeit im europäischen Bankensektor.
Interne Anforderungen und verfügbare Ressourcen
Neben den externen MREL-Vorgaben beleuchtet das Dashboard auch die internen MREL-Anforderungen (iMREL) für nicht-abwicklungsfähige Einheiten innerhalb von Abwicklungsgruppen.
Diese iMREL-Anforderungen liegen für G-SIIs bei 25,9 Prozent der RWA und für Top-Tier-Banken bei 24,1 Prozent der RWA.
Die verfügbaren MREL-Ressourcen setzen sich hauptsächlich aus hartem Kernkapital (CET1), zusätzlichem Kernkapital (AT1) und nachrangigen Verbindlichkeiten zusammen.
Die EBA erfasste Daten von 303 Instituten mit externen MREL-Entscheidungen und 168 Instituten mit internen MREL-Entscheidungen aus verschiedenen Mitgliedstaaten, was eine breite Abdeckung des europäischen Bankensektors gewährleistet.
Fortschritte, aber keine Entwarnung
Das EBA-Dashboard bestätigt die kontinuierlichen Fortschritte beim Aufbau der MREL-Puffer im europäischen Bankensektor.
Die hohen Anforderungen und die Präferenz für Bail-in stärken die Finanzstabilität und reduzieren das Moral Hazard.
Dennoch bleiben Herausforderungen bestehen, insbesondere bei der vollständigen Harmonisierung der Abwicklungsstrategien und der Sicherstellung einer ausreichenden Liquidität in Krisenfällen.