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EBA will Bankenfusionen in der EU erleichtern

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat eine öffentliche Konsultation zu Entwürfen technischer Standards (RTS und ITS) gestartet. Diese betreffen materielle Akquisitionen, Vermögens- und Schuldentransfers sowie Fusionen und Spaltungen von Kreditinstituten und Finanzholdinggesellschaften unter der Kapitaladäquanzrichtlinie (CRD).

EU-Bankenmarkt: Ruf nach mehr Konsolidierung

Diese EBA-Initiative ist ein direktes Resultat des langjährigen politischen Drucks der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank, die Fragmentierung des europäischen Bankensektors zu überwinden.

Eine stärkere grenzüberschreitende Konsolidierung wird als essenziell für die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Effizienz und Resilienz des EU-Finanzsystems angesehen.

Bislang behinderten komplexe, uneinheitliche nationale Aufsichtsanforderungen und regulatorische Unsicherheiten solche Transaktionen erheblich.

Die nun vorgeschlagenen harmonisierten Standards sollen diese Hürden abbauen und einen klareren, effizienteren Rahmen für Banken-M&A schaffen, was einen wichtigen Schritt zur Vertiefung der Bankenunion darstellt.

Wichtiger Schritt zur Bankenunion

Die EBA-Konsultation ist ein substanzieller Schritt zur Umsetzung der CRD-Vorgaben und zur Förderung der EU-Bankenkonsolidierung.

Sie liefert konkrete Entwürfe, die die aufsichtsrechtlichen Prozesse für M&A-Transaktionen im Bankensektor harmonisieren sollen.

Die Relevanz ist hoch für Akteure im Finanzsektor, die an grenzüberschreitenden Fusionen und Übernahmen interessiert sind.

Die Signalstärke ist moderat, da es sich um eine Konsultation handelt, aber die Richtung ist klar: Abbau von Hürden für Banken-M&A und Stärkung der Marktintegration.