EBA vereinfacht Banken-Reporting: Datenpunkte um 50 Prozent reduziert
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EBA vereinfacht Banken-Reporting: Datenpunkte um 50 Prozent reduziert

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat ein Konsultationspapier zur umfassenden Vereinfachung des aufsichtsrechtlichen Reportings veröffentlicht. Insgesamt sollen die Datenpunkte um rund 50 Prozent reduziert werden.

Weniger Daten, mehr Relevanz

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) treibt eine umfassende Vereinfachung des aufsichtsrechtlichen Reportings voran, um es 'einfacher, intelligenter und proportionaler' zu gestalten.

Im Kern steht eine Revision der ITS zur aufsichtsrechtlichen Berichterstattung, die eine 16-prozentige Reduktion der Datenpunkte im harmonisierten EU-Reporting vorsieht.

Darüber hinaus werden die Datenpunkte für Stresstests um 55 Prozent und für das aufsichtsrechtliche Benchmarking um bis zu 65 Prozent gesenkt.

Insgesamt resultiert dies in einer Netto-Reduktion von rund 50 Prozent der Datenpunkte im EU-harmonisierten Reporting, selbst unter Berücksichtigung notwendiger Ergänzungen.

Auch kleine und nicht-komplexe Institute (SNCI) profitieren von einer weiteren 18-prozentigen Reduktion der Datenpunkte.

Einheitliche Daten, bessere Koordination

Die Initiative verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sowohl bestehende als auch neue EU- und nationale Reporting-Anforderungen adressiert.

Ein EU-weites öffentliches Repository für aufsichtsrechtliche Datenanfragen soll Transparenz erhöhen und Doppelungen vermeiden.

Die EBA arbeitet zudem mit EZB, SSM und SRB an einem integrierten Reporting, um einen gemeinsamen Datendictionary und harmonisierte Definitionen zu schaffen.

Technologische Fortschritte wie der Übergang zu 'Datapoint Model (DPM) 2.0' und die Einführung von 'DPM Studio' sollen den gesamten Reporting-Lebenszyklus modernisieren und die Effizienz für Banken und Behörden steigern.

Überfällige Entlastung mit Potenzial

Die umfassende Vereinfachung des aufsichtsrechtlichen Reportings ist ein überfälliger Schritt, der die Wettbewerbsfähigkeit des EU-Bankensektors stärken kann.

Die Reduktion der Datenpunkte ist substanziell, doch der Erfolg hängt maßgeblich von der harmonisierten Umsetzung auf nationaler Ebene und der tatsächlichen Integration der Reporting-Systeme ab.

Es bleibt entscheidend, dass zukünftige regulatorische Änderungen nicht erneut zu einer unkontrollierten Ausweitung der Berichtspflichten führen.