Bankenmodelle: EBA sieht Fortschritte und Risiken
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Bankenmodelle: EBA sieht Fortschritte und Risiken

Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) hat ihre Jahresberichte zur Bewertung interner Bankenmodelle für Kapitalanforderungen veröffentlicht. Die Berichte zeigen Fortschritte bei der Konsistenz, identifizieren aber auch Bereiche für die Aufsicht.

Marktrisiko: Konsistenz vor FRTB-Reform

Die EBA-Berichte zum Marktrisiko 2025 zeigen deutliche Verbesserungen in Datenqualität, Konsistenz und Vergleichbarkeit der Bankenmodelle.

Die Bewertung erfolgt in zwei separaten Berichten für den Internal Model Approach (IMA) und den Alternative Standardised Approach (ASA), was die Transparenz erhöht.

Der ASA soll im Rahmen des kommenden FRTB-Rahmenwerks eine zentralere Rolle spielen.

Die IMA-Übung, die 43 EU-Banken in 13 Jurisdiktionen umfasst, weist eine verbesserte Datenqualität bei der Initial Market Valuation (IMV) mit geringerer Streuung auf.

Die Variabilität des Value-at-Risk (VaR) bleibt historisch niedrig.

Allerdings bestehen höhere Streuungen beim Stressed VaR (sVaR) und der Incremental Risk Charge (IRC).

Die Ergebnisse für den ASA bestätigen seine Rolle als stabileres und vergleichbareres Rahmenwerk mit kontinuierlichen Verbesserungen der Konsistenz.

Insbesondere die Streuung bei der Sensitivities-Based Method (SBM) ist weiter auf durchschnittlich 8 Prozent gesunken.

Die Aufsichtsbehörden sehen nur begrenzte Bedenken, da die meisten Abweichungen als gerechtfertigt angesehen wurden.

Kreditrisiko: IRB-Modelle im Wandel

Die Benchmarking-Übung zum Kreditrisiko zeigt ein stabiles Gesamtbild mit strukturellen Verbesserungen, die mit den laufenden regulatorischen Reformen verbunden sind.

Der Anteil des Exposure at Default (EAD) unter dem Internal Ratings Based (IRB) Ansatz ist in den letzten Jahren zurückgegangen.

Zugleich deutet der Anstieg genehmigter Modelländerungen auf Fortschritte bei der IRB-Roadmap hin.

Zwischen 2015 und 2024 sank die PD-Variabilität über mehrere Anlageklassen, während die LGD-Variabilität stabil blieb.

Die EBA-Benchmarking-Übungen sind ein wichtiges Aufsichtsinstrument zur Bewertung der Konsistenz interner Modelle bei EU-Banken.

Sie stärken das Vertrauen in den Regulierungsrahmen und ergänzen die EBA-Roadmap zur Überarbeitung der IRB-Modelle sowie die Finalisierung der Basel-III-Reformen.

Fortschritt mit Schönheitsfehlern

Die EBA-Berichte bestätigen einen positiven Trend bei der Modellkonsistenz, was für die Finanzstabilität entscheidend ist.

Dennoch bleiben hartnäckige Streuungen in kritischen Bereichen wie sVaR und IRC bestehen, die weitere Aufsichtsmaßnahmen erfordern.

Die volle Wirkung der Reformen wird sich erst mit der vollständigen Implementierung von FRTB und Basel III zeigen.