Eurosystem: Operativer Leitfaden zur Sicherheitenverwaltung
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Eurosystem: Operativer Leitfaden zur Si­cher­hei­ten­ver­wal­tung

Die Europäische Zentralbank (EZB) veröffentlicht einen umfassenden Leitfaden zur Verwaltung von Sicherheiten in Eurosystem-Kreditoperationen. Er richtet sich an berechtigte Gegenparteien und beschreibt detailliert die Prozesse zur Mobilisierung und zum Management von marktfähigen und nicht-marktfähigen Vermögenswerten.

Sicherheiten als Basis für Kredite

In Übereinstimmung mit Artikel 18.1 der ESZB-Satzung basieren alle Eurosystem-Kreditoperationen auf der Bereitstellung angemessener Sicherheiten.

Diese umfassen marktfähige und nicht-marktfähige Vermögenswerte, die die Eurosystem-Zulassungskriterien erfüllen.

Der vorliegende Leitfaden informiert Gegenparteien über die zentralen Prozesse und Verfahren zur Mobilisierung und Verwaltung dieser Sicherheiten.

Dies ist entscheidend für Liquiditätsbereitstellungsgeschäfte, Intraday-Kreditoperationen (wie TARGET und T2S Auto-Collateralisation) sowie ECONS-Kredite.

Das Dokument stellt sicher, dass alle zulässigen Vermögenswerte allen Gegenparteien zur Verfügung stehen, unabhängig vom Standort der Vermögenswerte oder der Gegenparteien.

Das Eurosystem Collateral Management System (ECMS) ist die zentrale Plattform für die Verwaltung dieser Sicherheiten.

Konten und Kanäle für die Mobilisierung

Für die Mobilisierung von Sicherheiten müssen Gegenparteien Asset-Konten führen, die sowohl interne Konten bei den nationalen Zentralbanken (NZBen) als auch externe Konten bei Zentralverwahrern (CSDs) oder Korrespondenz-Zentralbanken (CCBs) umfassen.

Externe Konten können reguläre Sicherheitenkonten, Triparty-Sicherheitenkonten und Sicherheitenempfangskonten für Auto-Collateralisation umfassen.

Die Mobilisierung von Sicherheiten erfolgt über verschiedene Kanäle, darunter Domestic, Links, Direct Access und CCBM.

Das Dokument erläutert detailliert die Verfahren für die Mobilisierung und Demobilisierung sowohl marktfähiger als auch nicht-marktfähiger Vermögenswerte, um einen reibungslosen Ablauf der Kreditoperationen zu gewährleisten.

Transparenz schafft Effizienz

Dieser umfassende Leitfaden ist ein wichtiger Schritt zur Steigerung der operativen Transparenz und Effizienz im Eurosystem.

Er standardisiert Prozesse und reduziert Unsicherheiten für Gegenparteien, was die reibungslose Abwicklung von Kreditoperationen fördert.

Für die Finanzmärkte bedeutet dies eine verbesserte Vorhersehbarkeit und Stabilität im Umgang mit Zentralbankliquidität.