CAMEG-Konferenz: Experten bewerten Krypto-Risiken und Datenlücken
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CAMEG-Konferenz: Experten bewerten Krypto-Risiken und Datenlücken

Die Crypto-Asset Monitoring Expert Group (CAMEG) hat auf ihrer Konferenz 2025 die analytische Arbeit europäischer Zentralbank- und Aufsichtsbehörden zu Krypto-Assets zusammengefasst. Die Experten bewerteten Risiken, Stablecoins und Datenlücken.

Krypto-Risiken: Beherrschbar, aber Überwachung essenziell

Die Crypto-Asset Monitoring Expert Group (CAMEG) hat auf ihrer Konferenz 2025 die analytische Arbeit von Experten europäischer Zentralbanken und Aufsichtsbehörden zu Krypto-Assets zusammengefasst.

Die Risiken, die von Krypto-Assets ausgehen und deren potenzielle Auswirkungen auf die Bereiche der Zentralbanken und relevanten Behörden, werden derzeit als begrenzt und beherrschbar eingestuft, insbesondere angesichts der bestehenden Regulierungs- und Aufsichtsrahmen.

Dennoch wird die Bedeutung der Überwachung von Entwicklungen im Krypto-Sektor, der Sensibilisierung für potenzielle Risiken und der Förderung analytischer Bereitschaft als unerlässlich betont.

Die Konferenz, die am 30. und 31. Oktober 2025 stattfand, bot eine Plattform, um den Stand der analytischen Arbeit und Datenfragen im Bereich der Krypto-Assets zu bewerten und die europäische Zusammenarbeit zu fördern.

Die vollständige Anwendbarkeit der Markets in Crypto-Assets Regulation (MiCAR) in Europa und der "Guiding and Establishing National Innovation for US Stablecoins (GENIUS) Act" in den USA prägten das Umfeld 2025.

Von Stablecoins bis Tokenisierung: Die Themenpalette

Die Crypto-Asset Monitoring Expert Group (CAMEG), Ende 2023 von der EZB gegründet, versammelt über 50 Experten aus 15 europäischen Zentralbanken und der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA).

Die Konferenz deckte ein breites Spektrum an Themen ab.

Schwerpunkte waren regulatorische Entwicklungen bei Stablecoins, deren Vergleich mit digitalen Zentralbankwährungen (CBDCs) und die Analyse ihrer Preisstabilität.

Weitere Diskussionen galten der Erfassung von Krypto-Asset-Besitz durch Umfragen, der regulatorischen Berichterstattung unter MiCAR zur Schließung von Datenlücken sowie der Standardisierung von Terminologie und Klassifikation von Krypto-Daten.

Zudem wurden Schocks, Betrugsfälle und Interlinkages im Krypto-Markt sowie verschiedene Aspekte der Tokenisierung und dezentralen Identität beleuchtet.

Proaktive Überwachung ist unerlässlich

Obwohl die direkten Risiken von Krypto-Assets für die Finanzstabilität derzeit gering erscheinen, unterstreicht die Konferenz die Notwendigkeit einer proaktiven Überwachung.

Die Schließung von Datenlücken und die Harmonisierung der Regulierung sind entscheidend, um zukünftigen Herausforderungen zu begegnen.

Nur so kann die Finanzstabilität langfristig gesichert und regulatorisches Arbitrage verhindert werden.