EZB-Rat fasst Beschlüsse für mehr Transparenz bei Klimadaten
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EZB-Rat fasst Beschlüsse für mehr Transparenz bei Klimadaten

Der EZB-Rat hat eine Reihe von Beschlüssen jenseits der Zinspolitik gefasst. Dazu gehören neue Regeln für T2-Betriebszeiten, Bilanztransparenz und klimabezogene Finanzoffenlegungen.

Mehr Transparenz für Klima und Zahlungsverkehr

Der EZB-Rat hat die Veröffentlichung des vierten Berichts zu klimabezogenen Finanzoffenlegungen der geldpolitischen Portfolios des Eurosystems und der Währungsreserven der EZB genehmigt.

Dieser Bericht, zusammen mit einem weiteren über die nicht-geldpolitischen Portfolios der EZB, liefert detaillierte Informationen zu Klimametriken, Zielen, Governance und Risikomanagement.

Beide Berichte sowie eine Pressemitteilung und aktualisierte FAQs werden am 15. Juni 2026 auf der EZB-Website veröffentlicht.

Im Bereich Marktinfrastruktur nahm der EZB-Rat das Ergebnis einer öffentlichen Konsultation zur Verlängerung der T2-Betriebszeiten zur Kenntnis.

Daraufhin wurde ein neues, kurzes Abwicklungsfenster für das Liquiditätsmanagement in T2 an den meisten Wochenenden und potenziell auch an TARGET-Schließtagen innerhalb der nächsten zwei Jahre genehmigt.

Der Rat beauftragte zudem das Market Infrastructure Board, eine weitere Verlängerung der T2-Öffnungszeiten mittel- bis langfristig zu prüfen.

Bilanz-Transparenz und harmonisierte Statistik

Der EZB-Rat genehmigte die Aufnahme von 'Jahresüberschuss/-fehlbetrag' und 'Kumulierte Verlustvorträge' in die konsolidierte Jahresbilanz des Eurosystems.

Dies erhöht die Transparenz durch separate Ausweisung der finanziellen Leistung und gewährleistet Konsistenz mit dem Jahresabschluss der EZB.

Die Änderungen treten ab der Bilanz 2026 in Kraft, die im Juni 2027 veröffentlicht wird.

Im Bereich Statistik veröffentlichte die EZB Meilensteine für das Integrated Reporting Framework (IReF)-Programm zur Harmonisierung der statistischen Meldepflichten für Banken im Euroraum.

Eine öffentliche Konsultation zur IReF-Verordnung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant.

Eine einjährige Pilotphase startet im zweiten Quartal 2030, die erste offizielle Datenmeldung erfolgt 2031.

Kontinuierliche Anpassung statt großer Würfe

Die jüngsten Beschlüsse des EZB-Rates zeigen eine Zentralbank, die sich in vielen Bereichen kontinuierlich anpasst und modernisiert.

Es handelt sich um technische, aber wichtige Schritte zur Steigerung von Transparenz und Effizienz im Eurosystem.

Große geldpolitische Signale sind hier nicht zu finden, doch die Summe der Details prägt die zukünftige Arbeitsweise der EZB.