EZB-Rat befürwortet Boris Vujčić als neuen Vize-Präsidenten
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EZB-Rat befürwortet Boris Vujčić als neuen Vize-Präsidenten

Der EZB-Rat hat heute seine Zustimmung zur Ernennung von Boris Vujčić als zukünftigen Vize-Präsidenten der Europäischen Zentralbank erteilt. Vujčić, derzeit Gouverneur der kroatischen Nationalbank, tritt sein Amt am 1. Juni 2026 an.

Grünes Licht für kroatischen Notenbankchef

Der EZB-Rat hat seine formelle Stellungnahme zu einer Empfehlung des Rates der Europäischen Union bezüglich der Ernennung des Vize-Präsidenten der EZB abgegeben.

Die Entscheidung fiel ohne Einwände gegen den vorgeschlagenen Kandidaten, Boris Vujčić.

Gemäß Artikel 283(2) des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union muss der Vize-Präsident eine Person von anerkannter Stellung und beruflicher Erfahrung in geldpolitischen oder bankbezogenen Angelegenheiten sein.

Boris Vujčić erfüllt diese Kriterien durch seine aktuelle Position als Gouverneur der Hrvatska narodna banka, der kroatischen Nationalbank.

Seine langjährige Erfahrung in der Zentralbankwelt wird als wesentliche Qualifikation für das Amt angesehen.

Die Stellungnahme des EZB-Rates ist ein wichtiger Schritt im Ernennungsprozess, der die Eignung des Kandidaten bestätigt und den Weg für die weiteren Schritte ebnet.

Acht Jahre Amtszeit ab Juni

Nach der positiven Stellungnahme des EZB-Rates und einer weiteren Stellungnahme des Europäischen Parlaments wird der neue Vize-Präsident der EZB vom Europäischen Rat ernannt.

Dieser mehrstufige Prozess stellt sicher, dass der Kandidat eine breite politische und institutionelle Unterstützung genießt.

Boris Vujčić wird eine nicht erneuerbare Amtszeit von acht Jahren antreten, die am 1. Juni 2026 beginnt.

Er folgt auf Luis de Guindos, dessen Amtszeit als Vize-Präsident der EZB am 31. Mai 2026 endet.

Die Stellungnahme des EZB-Rates wird in Kürze im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht und ist dann auch auf der Webseite der EZB in allen Amtssprachen der EU verfügbar.