IReF-Einführung: Pilotphase 2030, Reporting 2031
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IReF-Einführung: Pilotphase 2030, Reporting 2031

Das Eurosystem hat die Hauptmeilensteine für das Integrated Reporting Framework (IReF) bekannt gegeben. Eine einjährige Pilotphase startet im zweiten Quartal 2030, das offizielle IReF-Reporting beginnt im zweiten Quartal 2031.

Einheitliche Daten für Europas Banken

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die wichtigsten Meilensteine für das Integrated Reporting Framework (IReF) des Eurosystems vorgestellt.

Ziel ist die Harmonisierung der statistischen Meldepflichten für Banken im gesamten Euroraum.

Das IReF soll bestehende Anforderungen in einem einzigen, standardisierten Rahmen zusammenfassen und eine solide Basis für weitere Datenintegration in der EU schaffen.

Dies wird langfristig den Meldeaufwand für Banken reduzieren.

Die Maßnahmen berücksichtigen geopolitische Entwicklungen durch den Einsatz EU-basierter Technologielösungen zur Stärkung digitaler Souveränität, inklusive einer europäischen Cloud.

Eine öffentliche Konsultation zum Entwurf der IReF-Verordnung ist für die zweite Jahreshälfte 2027 geplant und soll den finalen Gesetzesvorschlag mitgestalten.

Fahrplan bis zum Echtbetrieb

Der Fahrplan sieht eine einjährige Pilotphase vor, die im zweiten Quartal 2030 beginnt.

Hierbei testen meldepflichtige Institute ihre Fähigkeit zur Erfüllung der neuen IReF-Datenanforderungen.

Dies unterstützt die technischen und operativen Vorbereitungen beider Seiten, um strukturelle Probleme rechtzeitig zu lösen.

Das erste offizielle Reporting von IReF-Daten startet im zweiten Quartal 2031.

Eine anfängliche einjährige Parallelberichtsphase ist vorgesehen, in der bestehende statistische Daten parallel zum IReF-Reporting übermittelt werden.

Die Bankenbranche erhält zudem vor der öffentlichen Konsultation wichtige Informationen zu den IReF-Meldepflichten.

Bürokratieabbau mit Langzeitwirkung

Die Einführung des IReF ist ein Mammutprojekt, dessen volle Wirkung erst in Jahren spürbar wird.

Doch die Harmonisierung der Meldepflichten ist ein überfälliger Schritt zur Effizienzsteigerung und zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas.

Für die Banken bedeutet dies langfristig eine spürbare Entlastung und eine verbesserte Datenqualität für Aufsichtsbehörden.