Verbraucher erwarten weniger Inflation, mehr Einkommen
Die Inflationserwartungen der Eurozonen-Verbraucher sind im Januar gesunken, während die Erwartungen für das nominale Einkommenswachstum stiegen. Dies geht aus den jüngsten Ergebnissen der EZB-Umfrage zu den Verbrauchererwartungen hervor.
Inflationserwartungen geben nach
Die wahrgenommene Inflation der letzten zwölf Monate sank im Januar auf 3,0 Prozent, nach 3,2 Prozent im Vormonat.
Auch die Erwartungen für die Inflation in den nächsten zwölf Monaten fielen um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent.
Für drei Jahre im Voraus blieben die Erwartungen unverändert bei 2,6 Prozent, während sie für fünf Jahre im Voraus leicht auf 2,3 Prozent zurückgingen.
Die Unsicherheit über die kurzfristigen Inflationserwartungen blieb stabil.
Haushalte in niedrigeren Einkommensquintilen berichteten weiterhin höhere Inflationswahrnehmungen und kurzfristige Erwartungen, ein Trend, der seit 2023 anhält.
Jüngere Befragte (18-34 Jahre) zeigten durchweg niedrigere Inflationswahrnehmungen und -erwartungen als ältere Altersgruppen.
Gleichzeitig stiegen die Erwartungen für das nominale Einkommenswachstum der Verbraucher in den nächsten zwölf Monaten von 1,1 Prozent im Dezember auf 1,2 Prozent im Januar, getrieben von den drei höchsten Einkommensquintilen.
Die erwartete nominale Ausgabenentwicklung blieb bei 3,4 Prozent stabil.
Arbeitsmarkt stabil, Immobilienpreise steigen
Die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum in den nächsten zwölf Monaten verharrten im Januar bei -1,1 Prozent, ebenso wie die Erwartungen für die Arbeitslosenquote in zwölf Monaten bei 11,0 Prozent.
Am Arbeitsmarkt zeigte sich eine positive Stimmung: Die erwartete Wahrscheinlichkeit, einen Job zu finden, stieg bei Arbeitslosen von 24,5 Prozent auf 30,1 Prozent.
Gleichzeitig sank die erwartete Wahrscheinlichkeit eines Jobverlusts bei Erwerbstätigen auf 8,2 Prozent.
Die Erwartungen für das Wachstum der Immobilienpreise stiegen leicht auf 3,7 Prozent.
Hypothekenzinsen wurden bei 4,7 Prozent stabil erwartet.
Der Nettoanteil der Haushalte, die eine Verschärfung des Kreditzugangs meldeten, nahm zu.