EZB ehrt Holocaust-Opfer mit Gedenkfeier und Garten-Initiative
Die Europäische Zentralbank (EZB) ehrt am 27. Januar 2026 den Internationalen Holocaust-Gedenktag mit einer Zeremonie in Frankfurt. Dabei wird eine neue Gedenkgarten-Initiative gestartet.
Erinnerung als Aufruf zur Verantwortung
Die Europäische Zentralbank (EZB) veranstaltet am 27. Januar 2026 in ihrem Frankfurter Hauptgebäude eine feierliche Gedenkfeier zum Internationalen Holocaust-Gedenktag.
EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte in ihrer Ansprache die "gemeinsame Verantwortung, Antisemitismus und alle Formen des Hasses entgegenzutreten".
Sie hob hervor, dass Erinnerung nicht nur die Vergangenheit betreffe, sondern ein "Aufruf zum Schutz der menschlichen Würde" für heutige und zukünftige Generationen sei.
An der Zeremonie nehmen auch Frankfurts Kulturdezernentin Ina Hartwig, Mirjam Wenzel vom Jüdischen Museum Frankfurt und der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker teil.
Ein zentraler Programmpunkt ist eine Diskussion zwischen Präsidentin Lagarde und der renommierten Designerin und Philanthropin Diane von Fürstenberg, deren Mutter Auschwitz überlebte.
Als symbolischer Akt wird von Fürstenberg ein Magnolienbaum der Sorte 'Lily Nahmias' überreicht.
Dieser Baum bildet den Auftakt für den neuen Gedenkgarten der EZB, der jährlich um einen weiteren Baum erweitert werden soll, um "Hoffnung und Verantwortung für die Zukunft zu verwurzeln".
Das Erbe der Großmarkthalle
Der Standort der EZB in der ehemaligen Großmarkthalle trägt eine tiefe historische Bedeutung.
Zwischen 1941 und 1945 diente der Keller des östlichen Flügels als Sammelpunkt für die Deportation von über 10.000 jüdischen Menschen in Konzentrationslager.
In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Frankfurt und der Stadt Frankfurt am Main hat die EZB bereits eine Gedenkstätte eingerichtet.
Diese ist mit Zeugnissen von Opfern und Beobachtern versehen und symbolisiert das Ausmaß der Deportationen, ohne vom eigentlichen Ort abzulenken.
Die EZB ehrt jährlich die Erinnerung an die Holocaust-Opfer, einschließlich derer, die von der Großmarkthalle deportiert wurden, mit einer feierlichen Zeremonie an dieser Gedenkstätte.