EZB wählt 36 Dienstleister für Digital-Euro-Pilot
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EZB wählt 36 Dienstleister für Digital-Euro-Pilot

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat 36 Zahlungsdienstleister aus dem gesamten Euroraum für die Teilnahme am Pilotprojekt für den digitalen Euro ausgewählt. Das Pilotprojekt soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 beginnen und zwölf Monate dauern.

Starkes Marktinteresse und diverse Partner

"Das starke Marktinteresse am Pilotprojekt zeigt die Bereitschaft des Privatsektors, sich aktiv zu engagieren und das Digital-Euro-Projekt schnell voranzutreiben, um die europäische Zahlungslandschaft zu stärken", sagte EZB-Direktoriumsmitglied Piero Cipollone, Vorsitzender der hochrangigen Task Force für einen digitalen Euro.

Über 50 Bewerbungen gingen ein, was ein starkes Engagement des Marktes widerspiegelt.

Die ausgewählten 36 Zahlungsdienstleister umfassen Banken und Nichtbanken, unterschiedliche Geschäftsmodelle und Größen sowie eine breite geografische Abdeckung.

Dies gewährleistet ein vielfältiges und repräsentatives Test- und Lernumfeld für den digitalen Euro.

Die Auswahl erfolgte auf Basis vordefinierter Kriterien.

Praxistest in 20 Ländern des Euroraums

Das Pilotprojekt wird eine Beta-Version des digitalen Euro nutzen, die funktional und technisch der vorgesehenen Gesetzgebung nahekommt, jedoch keinen Status als gesetzliches Zahlungsmittel besitzt.

Einige der ausgewählten Dienstleister werden als „Distributing PSPs“ Eurosystem-Mitarbeitern Zugang zu Beta-Digital-Euro-Diensten ermöglichen, während andere als „Acquiring PSPs“ ausgewählte Händler bedienen.

Das Pilotprojekt findet bei der EZB und in 19 nationalen Zentralbanken im gesamten Euroraum statt.

Mitarbeiter der teilnehmenden Zentralbanken können Beta-Digital-Euro-Zahlungen von Person zu Person (online und offline) sowie von Person zu Unternehmen (am physischen Point of Sale und im E-Commerce) durchführen.