EU-Banken: Weniger Filialen, weniger Personal 2025
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EU-Banken: Weniger Filialen, weniger Personal 2025

Die Zahl der Bankfilialen in der EU sank 2025 um 2,62 Prozent, die der Mitarbeiter um 0,80 Prozent. Dies geht aus aktualisierten Strukturindikatoren der EZB hervor.

Filialnetz schrumpft weiter

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre jährlichen Strukturindikatoren für den Bankensektor in der Europäischen Union (EU) bis Ende 2025 aktualisiert.

Diese Daten zeigen einen weiteren Rückgang der Anzahl der Bankfilialen in der EU um 2,62 Prozent im Vergleich zum Jahresende 2024.

Insgesamt wurden Ende 2025 noch 122.889 Filialen gezählt, wovon 86,13 Prozent im Euroraum ansässig sind.

Der Rückgang ist ein EU-weites Phänomen: In 23 der 27 Mitgliedstaaten wurden Abnahmen beobachtet, die zwischen 0,2 Prozent und 12,16 Prozent lagen.

Parallel dazu verringerte sich auch die Zahl der Beschäftigten bei Kreditinstituten auf EU-Ebene um 0,80 Prozent im Jahresverlauf 2025.

Diese Entwicklung betraf 16 der 27 Mitgliedstaaten und spiegelt den anhaltenden Trend zur Digitalisierung und Konsolidierung im europäischen Bankensektor wider.

Die Indikatoren umfassen neben Filial- und Mitarbeiterzahlen auch Daten zur Bankenkonzentration.

Konzentration bleibt heterogen

Die Daten der EZB beleuchten zudem die unterschiedliche Konzentration im Bankensektor innerhalb der EU-Länder.

Gemessen am Anteil der Vermögenswerte, die von den fünf größten Kreditinstituten gehalten werden, variiert der Grad der Konzentration weiterhin erheblich zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten.

Ende 2025 reichte dieser Anteil auf nationaler Ebene von 34,37 Prozent bis zu 95,2 Prozent.

Der EU-Durchschnitt lag bei 69,33 Prozent.

Diese breite Spanne unterstreicht die heterogene Struktur des europäischen Bankenmarktes, in dem sowohl stark fragmentierte als auch hochkonzentrierte Märkte existieren.

Die jährliche Veröffentlichung dieser Indikatoren ermöglicht es, solche strukturellen Veränderungen und deren Auswirkungen auf die Wettbewerbslandschaft und die Finanzstabilität zu beobachten.

Struktureller Wandel setzt sich fort

Die anhaltende Reduktion von Filialen und Personal sowie die divergierende Bankenkonzentration zeigen einen tiefgreifenden Strukturwandel im europäischen Finanzsektor.

Dieser Wandel wird durch Digitalisierung und Effizienzbestrebungen vorangetrieben, birgt jedoch auch Herausforderungen für die Flächendeckung und den Wettbewerb.

Für Aufsichtsbehörden bleibt es entscheidend, diese Entwicklungen genau zu beobachten, um potenzielle Risiken für die Finanzstabilität frühzeitig zu erkennen und zu adressieren.

Quelle: EU structural financial indicators: end of 2025

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