De Guindos warnt vor globalem Angebotsschock
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De Guindos warnt vor globalem Angebotsschock

EZB-Vizepräsident Luis de Guindos blickt auf acht Jahre Amtszeit zurück und warnt vor einem globalen Angebotsschock. Dieser werde sich zuerst in der Inflation und dann im Wachstum niederschlagen.

Globaler Schock trifft Wachstum und Inflation

De Guindos sieht die Welt nach seiner achtjährigen Amtszeit stark verändert, geprägt von einem prominenten geopolitischen Risiko.

Er warnt vor einem globalen Angebotsschock, der über Energie hinausgeht und sich zuerst in der Inflation und dann im Wachstum widerspiegeln wird.

Dieser Schock könnte das Wirtschaftswachstum stärker beeinträchtigen als die Invasion der Ukraine, da er Konsum und Investitionen gleichermaßen trifft.

Die Situation stelle Zentralbanken vor ein Dilemma.

Der EZB-Rat werde dies bei seiner Entscheidung berücksichtigen und im Juni neue makroökonomische Projektionen sowie weitere Informationen zum Konflikt erhalten.

De Guindos betont den datenabhängigen Ansatz der EZB und lehnt voreilige Schlussfolgerungen über zukünftige Zinsschritte ab.

Europas Banken als Wett­be­werbs­vor­teil

Der scheidende Vizepräsident betont die Notwendigkeit der spanischen Präsenz im EZB-Direktorium und sieht gute Chancen für eine Wiederbesetzung.

Er lehnt eine Reduzierung der Eigenkapitalanforderungen für europäische Banken ab, da diese die Kreditvergabe nicht einschränken und die Solvenz des Sektors untermauern.

Die Robustheit des europäischen Bankensektors sei ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

De Guindos spricht sich für eine Vereinfachung von Kapitalrahmen, Berichterstattung und Aufsicht aus, um Duplizierungen zu eliminieren.

Er kritisiert die Widersprüche einiger Länder, die einerseits die Bankenunion fordern, andererseits aber Fusionen behindern.

Auch die Einführung eines digitalen Euro sei essenziell für die Autonomie Europas im Zahlungsverkehr.

Quelle: Luis de Guindos: Interview with Expansión

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