EZB-Lohn-Tracker: Stabile Lohnentwicklung bis Ende 2026
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EZB-Lohn-Tracker: Stabile Lohnentwicklung bis Ende 2026

Der aktualisierte EZB-Lohn-Tracker zeigt eine stabile Entwicklung der Tariflöhne bis Ende 2026. Die Daten, die bis Ende Mai 2026 unterzeichnete Vereinbarungen umfassen, prognostizieren ein Wachstum von rund 2,6 Prozent.

Geglättet, ungeglättet, ohne Einmalzahlungen

Der Lohn-Tracker der Europäischen Zentralbank (EZB), der aktive Tarifverträge abdeckt, zeigt für 2025 ein Tariflohnwachstum von 3,2 Prozent bei geglätteten Einmalzahlungen.

Dieser Wert basiert auf einer Abdeckung von 51,5 Prozent der Beschäftigten in den teilnehmenden Ländern.

Für 2026 liegt er bei 2,3 Prozent (43,2 Prozent Abdeckung).

Im Vergleich zur Mai-Veröffentlichung bleibt der geglättete Tracker für 2026 weitgehend unverändert.

Der Tracker mit ungeglätteten Einmalzahlungen weist für 2025 ein Wachstum von 3,0 Prozent und für 2026 von 2,6 Prozent aus.

Ohne Einmalzahlungen wird eine Abschwächung von 3,8 Prozent im Jahr 2025 auf 2,6 Prozent im Jahr 2026 erwartet.

Für 2026 liegt der Headline-Lohn-Tracker im ersten Quartal bei durchschnittlich 1,8 Prozent, im zweiten Quartal bei 2,1 Prozent und im dritten und vierten Quartal bei 2,6 Prozent.

Dieser Anstieg im Jahresverlauf spiegelt den nachlassenden mechanischen Abwärtseffekt großer Einmalzahlungen wider, die 2024, aber nicht 2025, geleistet wurden und sich im Headline-Indikator im Laufe des Jahres 2026 nahezu auflösen sollen.

Stabiler Ausblick, aber mit Vorbehalt

Der EZB-Lohn-Tracker mit ungeglätteten Einmalzahlungen signalisiert für 2026 einen stabileren Ausblick als in den Vorjahren, mit einem Wachstum, das sich im Jahresverlauf bei rund 2,5 bis 2,6 Prozent einpendelt.

Der Tracker ohne Einmalzahlungen deutet mit 2,6 Prozent für 2026 auf moderatere Dynamiken bei den ausgehandelten Grundlöhnen hin.

Die Mitarbeiterabdeckung für 2026 liegt im ersten Quartal bei 46,4 Prozent und sinkt bis zum vierten Quartal auf 40,4 Prozent.

Der Vorwärtshorizont des Lohn-Trackers bleibt bis Dezember 2026 unverändert, soll aber mit der Juli-Datenveröffentlichung 2026 auf das erste Quartal 2027 erweitert werden.

Die EZB betont, dass die Daten Revisionen unterliegen und die zukunftsgerichtete Komponente keine Prognose darstellt, sondern nur aktuell verfügbare Informationen widerspiegelt.

Für eine umfassendere Bewertung der Lohnentwicklung im Euroraum wird auf die Juni-Projektionen des Eurosystems verwiesen, die eine jährliche Wachstumsrate der Arbeitnehmerentgelte von 3,2 Prozent für 2026 angeben.