EZB-Direktor Lane: Inflation auf Zielkurs, Wirtschaft erholt sich
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EZB-Direktor Lane: Inflation auf Zielkurs, Wirtschaft erholt sich

EZB-Direktor Philip R. Lane erläuterte in einem Vortrag die geldpolitische Entscheidung vom Februar 2026. Er betonte, dass die Inflation auf Zielkurs sei und sich die Wirtschaft des Euroraums stabilisiere.

Inflation auf dem Weg zum Ziel

Philip R. Lane, Mitglied des Direktoriums der Europäischen Zentralbank (EZB), präsentierte die aktuellen Inflationsaussichten für den Euroraum.

Die Dezember-2025-Projektionen des Eurosystems sehen die jährliche HVPI-Inflation bei 2,1 Prozent für 2025, 1,9 Prozent für 2026 und 1,8 Prozent für 2027, bevor sie 2028 wieder 2,0 Prozent erreicht.

Für das vierte Quartal wird ein ähnlicher Verlauf prognostiziert, mit 2,1 Prozent in 2025 und 1,9 Prozent in 2026. Die jüngsten Beobachtungen zeigen eine HVPI-Inflation von 2,4 Prozent im Januar 2026 (Flash-Schätzung), wobei die Energieinflation weiterhin negativ ist, aber die Nahrungsmittel- und Dienstleistungsinflation moderat bleibt.

Der Einlagenzins der EZB liegt seit dem 6. Februar 2026 bei rund 3,0 Prozent.

Wirtschaftliche Erholung und globale Handelsdynamik

Die Dezember-2025-Projektionen des Eurosystems deuten auf eine fortgesetzte Erholung des realen Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Euroraum hin.

Der private Konsum, die Gesamtinvestitionen und die Exporte zeigen eine positive Entwicklung, wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik im Vergleich zu früheren Projektionsrunden.

Die Einkaufsmanagerindizes (PMIs) für Januar 2026 signalisieren eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivität, insbesondere im Dienstleistungssektor.

Die globale Handelsdynamik, mit einer Erholung bei Hochtechnologiegütern und Halbleitern, spiegelt sich auch in den Exporten des Euroraums im November 2025 wider.

Der Euro-Wechselkurs blieb im Februar 2026 relativ stabil.

Stabile Aussichten, aber Risiken bleiben

Philip R. Lanes Vortrag bestätigt das Vertrauen der EZB in den Disinflationsprozess und die wirtschaftliche Erholung des Euroraums.

Die detaillierten Daten zeigen jedoch auch anhaltende Unsicherheiten, insbesondere im globalen Handel und bei den Energiepreisen, was weiterhin Wachsamkeit erfordert.

Die präsentierten Projektionen bilden eine solide Grundlage für die künftige Geldpolitik, wobei die Flexibilität des EZB-Rates entscheidend bleibt.