Bericht zu Puffer-Nutzbarkeit: EZB und ESRB definieren Schlüsselkonzepte
EZB und ESRB legen einen gemeinsamen Bericht zur Nutzbarkeit von Bankenpuffern vor. Das Dokument definiert Schlüsselkonzepte und eine Methodik zur Messung der Verlustabsorptionsfähigkeit von Instituten.
Puffer-Nutzbarkeit: Neue Messansätze für Banken
Der gemeinsame Arbeitsbereich von EZB und ESRB zielte darauf ab, die Zusammenarbeit bei der Messung der Puffer-Nutzbarkeit von Banken zu verbessern.
Das Mandat umfasste den Austausch analytischer Ansätze, die Klärung zugrunde liegender Annahmen und die Einigung auf eine Terminologie für die Interaktion zwischen Aufsichts- und Abwicklungsrahmen.
Ein zentrales Ergebnis ist das "Buffer Usability Simulation Tool (USIT)", das die vereinbarten Konzepte und Methoden implementiert.
Der Bericht definiert Schlüsselkonzepte wie Puffer-Nutzbarkeit, Freigabefähigkeit, Kapital-Headroom und Verlustabsorptionsfähigkeit und bietet eine konsistente Methodik zu deren Quantifizierung.
Er stellt zwei analytische Ansätze vor: einen Basisansatz für risikogewichtete Aufsichts-Stacks und einen komplementären Ansatz für beide Rahmenwerke, um eine umfassendere Sicht auf die Verlustabsorptionsfähigkeit zu ermöglichen.
Prudenz und Resolution: Ein komplexes Zusammenspiel
Die Aufsichts- und Abwicklungsrahmen ergänzen sich und interagieren auf komplexe Weise.
Aufsichtsrechtliche Anforderungen zielen darauf ab, systemische und idiosynkratische Risiken basierend auf dem Risikoprofil einer Bank zu mindern, wobei der Fokus auf dem Going-Concern liegt.
Abwicklungsanforderungen sollen sicherstellen, dass Kreditinstitute über ausreichende Ressourcen für eine reibungslose und effektive Abwicklung verfügen, indem sie Gone-Concern-Aspekte adressieren.
Ein besseres Verständnis dieser Interaktionen ist entscheidend.
Banken können Common Equity Tier 1 (CET1)-Kapital gleichzeitig zur Erfüllung beider Anforderungen nutzen, was bedeutet, dass es möglicherweise nicht frei zur Verlustabsorption verfügbar ist.
Diese parallele Nutzung schafft analytische Herausforderungen, insbesondere aufgrund unterschiedlicher Konsolidierungskreise.
Grundlagenarbeit ohne konkrete Vorschläge
Dieser Bericht liefert eine wesentliche Grundlagenarbeit, indem er Definitionen und Messinstrumente für die Puffer-Nutzbarkeit von Banken standardisiert.
Obwohl er auf direkte Politikempfehlungen verzichtet, bietet sein konsistenter Analyseansatz einen entscheidenden gemeinsamen Referenzpunkt für künftige Regulierungsdiskussionen.
Die fehlenden konkreten Vorschläge zur Verbesserung der Puffer-Nutzbarkeit könnten jedoch die unmittelbare praktische Relevanz für schnelle politische Entscheidungen begrenzen.