Strukturelle Schocks und das Wachstumsrisiko
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Strukturelle Schocks und das Wachstumsrisiko

Ein neues Working Paper der EZB zeigt, wie strukturelle Schocks das Risiko für das zukünftige BIP-Wachstum und die Inflation im Euroraum beeinflussen. Nachfrage- und Finanzschocks reduzieren demnach nicht nur das erwartete BIP-Wachstum, sondern erhöhen gleichzeitig dessen Schwankungsbreite.

Risikobetrachtung in unsicheren Zeiten

Die Überwachung von Risiken für die Wirtschaftsaussichten hat sich nach globalen Finanzkrisen, der europäischen Staatsschuldenkrise, der COVID-19-Pandemie und dem jüngsten Inflationsanstieg zu einer Priorität für Zentralbanken entwickelt.

Die "Growth-at-Risk"-Literatur, insbesondere seit Adrian et al.

(2019), hat gezeigt, dass sich verschlechternde Finanzbedingungen sowohl den mittleren BIP-Wachstum als auch dessen Volatilität beeinflussen und zu asymmetrischen Risiken führen.

Dieses Papier erweitert diese Erkenntnisse, indem es die zugrunde liegenden strukturellen Schocks identifiziert, die diese Dynamiken antreiben, und somit eine präzisere Reaktion der Geldpolitik ermöglicht.

Strukturelle Ursachen für asymmetrische Risiken

Die Studie liefert wichtige Einblicke, indem sie die strukturellen Schocks identifiziert, die hinter den bekannten asymmetrischen Risiken für Wachstum und Inflation stehen.

Für Zentralbanken ist das Verständnis dieser Ursachen entscheidend, um angemessene geldpolitische Reaktionen auf unterschiedliche Schocktypen zu formulieren und die Stabilität der Wirtschaft zu gewährleisten.