SAFE-Umfrage: Kreditbedingungen für Unternehmen verschärft
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SAFE-Umfrage: Kreditbedingungen für Unternehmen verschärft

Laut der jüngsten SAFE-Umfrage der EZB haben sich die Kreditbedingungen für Unternehmen im Euroraum im ersten Quartal 2026 weiter verschärft. Gleichzeitig stiegen die kurzfristigen Inflationserwartungen deutlich.

Zinsen und Kosten ziehen an

Laut der 38. SAFE-Umfrage der EZB berichteten Unternehmen im Euroraum im ersten Quartal 2026 eine weitere Netto-Verschärfung der Zinsen für Bankkredite (Netto 26% gegenüber 12% im Vorquartal).

Auch andere Finanzierungskosten wie Gebühren und Provisionen stiegen für Netto 37% der Firmen (zuvor 28%).

Die Anforderungen an Sicherheiten blieben mit Netto 14% unverändert hoch.

Während der Finanzierungsbedarf für Bankkredite stabil blieb (Netto 0%), verschlechterte sich die wahrgenommene Verfügbarkeit geringfügig (Netto -3%).

Dies führte zu einer leicht reduzierten, aber weiterhin positiven Finanzierungslücke von 2% (zuvor 3%).

Der allgemeine Wirtschaftsausblick wurde von Netto 26% der Unternehmen als Hauptfaktor für die Einschränkung der externen Finanzierungsverfügbarkeit genannt, obwohl die Bereitschaft der Banken zur Kreditvergabe leicht zunahm (Netto 5%).

Kurzfristige Inflationssorgen wachsen

Unternehmen im Euroraum prognostizieren stärkere Anstiege der Verkaufspreise (3,5% gegenüber 2,9%) und der Inputkosten ohne Arbeitskosten (5,8% gegenüber 3,6%) für die nächsten zwölf Monate.

Die Lohnforderungen moderierten sich leicht auf 2,8% (zuvor 3,1%).

Der Konflikt im Nahen Osten erhöhte signifikant die Erwartungen für Verkaufspreise und Inputkosten, hatte jedoch keinen Einfluss auf die Lohnerwartungen.

Die kurzfristigen Inflationserwartungen für ein Jahr stiegen deutlich auf 3,0% (zuvor 2,6%), während die Erwartungen für drei und fünf Jahre stabil bei 3,0% verharrten.

Der Anteil der Unternehmen, die Aufwärtsrisiken für ihre Fünfjahres-Inflationserwartungen sehen, erhöhte sich auf 65% (zuvor 56%).