Bankfilialen in CESEE: Über 30 Prozent weniger in acht Jahren
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Bankfilialen in CESEE: Über 30 Prozent weniger in acht Jahren

Die Zahl der Bankfilialen in zehn Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) ist zwischen 2013 und 2021 um über 30 Prozent gesunken. Hauptgrund ist die Konsolidierung im Bankensektor.

Über 30 Prozent weniger Filialen in CESEE

Die physischen Bankfilialnetze in zehn Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas (CESEE) haben sich zwischen 2013 und 2021 um mehr als 30 Prozent reduziert.

Diese Entwicklung, die den globalen 'Debranching'-Trend widerspiegelt, zeigt sich jedoch mit erheblichen Unterschieden: Während Nordmazedonien nur einen moderaten Rückgang verzeichnete, schloss Ungarn über die Hälfte seiner Filialen.

Die Konsolidierung im Bankenmarkt durch Fusionen und Übernahmen ist ein wesentlicher Treiber dieser Schließungen.

Profitabilität und lokales Wirtschaftswachstum wirken dem entgegen.

Die Studie, basierend auf einem manuell erstellten Datensatz mit Geokoordinaten, widerlegt die Annahme, dass Digitalisierung der Hauptgrund ist; stattdessen steht die wettbewerbliche Umstrukturierung im Vordergrund.

Bargeld bleibt König, Filialen schwinden

Im Gegensatz zu Westeuropa, wo Online-Banking und geringerer Bargeldgebrauch das 'Debranching' vorantreiben, sind in CESEE-Ländern Bargeld und Banken für alltägliche Zahlungen und Unternehmensfinanzierungen weiterhin zentral.

Filialschließungen könnten daher die wirtschaftliche Entwicklung in einigen Gebieten bremsen und bestimmte Gruppen benachteiligen.

Die Analyse zeigt, dass Filialen sowohl in stark urbanen als auch in sehr ländlichen Gebieten häufiger schließen.

'Die Wirkung entsteht durch Existenz, nicht durch Nutzung,' fassen die Autoren zusammen.

Wettbewerbseffekte sind nichtlinear: Moderate Konkurrenz senkt das Schließungsrisiko, während intensive Konkurrenz es erhöht.

Kleinere, profitablere Banken reduzieren ihre Netze tendenziell stärker.

Mehr als nur Digitalisierung

Die Studie beleuchtet ein relevantes, aber oft übersehenes Phänomen in einer wichtigen Wachstumsregion.

Sie liefert wertvolle Einblicke in die komplexen Treiber des Filialabbaus jenseits der reinen Digitalisierung.

Für Regulierer und Banken ist dies ein klarer Hinweis, die lokalen Auswirkungen von Konsolidierung und Wettbewerb genauer zu betrachten, um finanzielle Inklusion zu sichern.