Neun Banken verbessern Zugang zu Basiskonten
Neun der größten britischen Banken und Bausparkassen haben sich verpflichtet, den Zugang zu Basiskonten zu verbessern. Eine Untersuchung der FCA deckte weit verbreitete Mängel auf.
Mängel bei Basiskonten aufgedeckt
Die Finanzaufsichtsbehörde FCA hat bei einer verdeckten Untersuchung erhebliche Mängel beim Angebot von Basiskonten festgestellt.
Neun der größten britischen Banken und Bausparkassen, die gesetzlich zur Bereitstellung dieser Konten verpflichtet sind, zeigten in einem Drittel der Interaktionen schlechte oder sehr schlechte Leistungen.
Besonders betroffen waren Kunden in finanzieller Notlage, ohne Standard-Identifikation oder ohne festen Wohnsitz, denen die Konten oft nicht angeboten wurden.
Stattdessen wurden vulnerable Personen häufig zu ungeeigneten Online-Anträgen gedrängt.
Als Reaktion auf diese Defizite haben sich die Banken zu individuellen Verbesserungsplänen verpflichtet.
Zudem wurde mit UK Finance eine kollektive Zusage erreicht, um den Zugang zu diesen wichtigen, gebührenfreien und überziehungsfreien Konten zu verbessern.
Finanzielle Inklusion bleibt Herausforderung
Emad Aladhal von der FCA betonte die Wichtigkeit von Basiskonten für die finanzielle Inklusion und kündigte an, die Banken zur Rechenschaft zu ziehen.
Trotz einer hohen Quote von über 97 Prozent der britischen Erwachsenen mit Girokonto sei das Engagement der Banken verbesserungswürdig.
Peter Tyler von UK Finance hob hervor, dass Basiskonten ein wichtiger Schritt zur finanziellen Unabhängigkeit seien und man sich der Notwendigkeit weiterer Verbesserungen bewusst sei.
Die 'Breaking the Cycle'-Initiative spiele dabei eine zentrale Rolle.
Die Mystery-Shopping-Übung umfasste 298 Interaktionen, von denen 34 Prozent als schlecht oder sehr schlecht bewertet wurden.
Rund 0,9 Millionen Erwachsene in Großbritannien sind weiterhin ohne Girokonto, und 10 Prozent der Antragsteller für Basiskonten wurden abgelehnt.
Überfällig, aber noch nicht am Ziel
Die FCA-Initiative ist ein überfälliger Schritt, um die finanzielle Inklusion in Großbritannien zu stärken.
Die aufgedeckten Mängel zeigen jedoch, dass die gesetzliche Verpflichtung allein nicht ausreicht, um vulnerable Gruppen effektiv zu erreichen.
Es bleibt abzuwarten, ob die Selbstverpflichtungen der Banken ausreichen oder ob strengere regulatorische Maßnahmen folgen müssen.
Quelle: Banks told to improve access to basic accounts
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