Geldwäscher Faithfull: 499 Tage Zusatzhaft wegen Schulden
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Geldwäscher Faithfull: 499 Tage Zusatzhaft wegen Schulden

Richard Faithfull, 36, muss wegen unbezahlter Schulden aus einer Einziehungsanordnung weitere 499 Tage ins Gefängnis. Die FCA hatte ihn 2021 wegen Geldwäsche von 2,5 Millionen Pfund verurteilt.

Unbezahlte Millionen kosten Freiheit

Richard Faithfull, 36, muss wegen der unvollständigen Zahlung einer gerichtlich angeordneten Einziehungsanordnung weitere 499 Tage ins Gefängnis.

Die Financial Conduct Authority (FCA) hatte ihn 2021 wegen Geldwäsche von 2,5 Millionen Pfund erfolgreich strafrechtlich verfolgt.

Faithfull war Teil einer transnationalen organisierten Kriminalitätsgruppe, die Erlöse aus mindestens sieben Betrugsfällen im Ausland wusch.

Er war zur Rückzahlung von 529.961 Pfund verpflichtet, hat aber lediglich 349.214,37 Pfund gezahlt.

Die zusätzliche Haftstrafe wurde am 8. Mai an einem Gericht in der City of London aktiviert.

Faithfull war im Juni 2025 aus der Haft entlassen worden.

Selbst nach dieser Ersatzstrafe bleibt er für die ausstehende Schuld haftbar.

Das zurückgeforderte Geld dient der Entschädigung der Opfer.

Die Bekämpfung der Finanzkriminalität ist ein Kernziel der 5-Jahres-Strategie der FCA.

Schwere Verbrechen, klare Worte

Bei seiner ursprünglichen Verurteilung im Jahr 2021 hatte der Richter Faithfulls Taten als "schwerwiegende Straftaten" bezeichnet, die mit dem "menschlichen Leid durch 'Boiler Room'-Betrug" verbunden seien.

Er merkte an, dass "Geld, das auf von Faithfull kontrollierte Konten floss, nicht investiert, sondern einfach 'geschlachtet' wurde.

" Steve Smart, Executive Director für Enforcement und Marktüberwachung bei der FCA, kommentierte: "Faithfulls Verbrechen ermöglichten es, Millionen von Pfund von unschuldigen Opfern zu ergaunern.

Er versuchte, der Justiz zu entgehen.

Da er nun nicht zurückgezahlt hat, was er sollte, ist es richtig, dass er wieder hinter Gitter kommt.

" Die Einziehungsanordnung wurde am 23. Juli 2023 erlassen und später am 12. März 2024 auf 529.961 Pfund angepasst.

Gerechtigkeit mit Nachdruck

Dieser Fall unterstreicht die Entschlossenheit der Aufsichtsbehörden, Finanzkriminelle auch nach der ersten Verurteilung zur Rechenschaft zu ziehen.

Die konsequente Durchsetzung von Einziehungsanordnungen ist entscheidend, um Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und die Integrität des Finanzsystems zu wahren.

Es sendet ein klares Signal, dass sich Verbrechen im Finanzsektor langfristig nicht auszahlen.