FCA und SRA warnen vor unseriösen Forderungsdienstleistern bei Motorfinanzierungsansprüchen
FCA und SRA warnen gemeinsam Forderungsdienstleister und Anwaltskanzleien vor unseriösen Praktiken bei Motorfinanzierungsansprüchen. Die Aufsichtsbehörden fordern robuste Kontrollen gegen Mehrfachvertretungen und unfaire Kündigungsgebühren.
Doppelte Vertretung und unfaire Gebühren im Fokus
Die Financial Conduct Authority (FCA) und die Solicitors Regulation Authority (SRA) haben eine gemeinsame Warnung an Claims Management Companies (CMCs) und Anwaltskanzleien herausgegeben.
Im Zentrum stehen Praktiken bei der Bearbeitung von Ansprüchen im Bereich der Motorfinanzierung.
Die Regulierungsbehörden fordern, dass Firmen sicherstellen, dass Verbraucher nicht mehrfach für denselben Anspruch vertreten werden und keine überhöhten Kündigungsgebühren zahlen müssen.
Es wird erwartet, dass CMCs und Anwaltskanzleien robuste Kontrollen implementieren, um zu bestätigen, dass Verbraucher nicht bereits einen anderen Vertreter beauftragt haben.
Die FCA hat zudem Kreditgeber angeschrieben, um mögliche Maßnahmen zur Behebung dieses Problems aufzuzeigen.
Sheree Howard, Executive Director of Authorisations bei der FCA, betonte: "Wir haben unsere Erwartungen an CMCs klar kommuniziert.
Bevor ein Fall begonnen wird, sollten Firmen bestätigen, dass ein Kunde nicht bereits einen anderen Vertreter beauftragt hat.
Wurde eine Vereinbarung ohne vollständiges Verständnis unterzeichnet, erwarten wir keine Kündigungsgebühr.
Jede angewandte Gebühr muss angemessen sein und die geleistete Arbeit widerspiegeln.
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Millionen Ansprüche, klare Erwartungen
SRA-regulierte Anwaltskanzleien müssen im besten Interesse ihrer Mandanten handeln und dürfen nur gemäß der vor Arbeitsbeginn unterzeichneten Vereinbarung abrechnen.
Kündigungsgebühren müssen klar im Voraus kommuniziert werden.
Doppelte Ansprüche sollen durch effiziente Zusammenarbeit gelöst werden.
Sarah Rapson, Chief Executive der SRA, hob hervor: "Angesichts potenziell Millionen von Ansprüchen in diesem Bereich hat der Verbraucherschutz für uns Priorität.
Wir erwarten von den von uns regulierten Firmen, dass sie die klaren Standards und Vorschriften der SRA einhalten.
" Die FCA und SRA werden das Verhalten der CMCs und Anwaltskanzleien weiterhin überwachen und bei festgestellten Missständen eingreifen.
Schlechte Onboarding- und Due-Diligence-Praktiken, mangelnde Information der Verbraucher und irreführende Werbung haben zu Mehrfachvertretungen beigetragen.
Die verstärkte proaktive Überwachung von Finanzwerbung durch die FCA führte seit Januar 2024 zur Entfernung oder Änderung von über 800 irreführenden Anzeigen durch FCA-regulierte CMCs.
Die FCA hat kürzlich eine Untersuchung gegen eine CMC eingeleitet, die Bedenken hinsichtlich ihrer Werbe- und Verkaufstaktiken im Zusammenhang mit potenziellen Motorfinanzierungsansprüchen aufwarf.
Ein klares Signal für den Verbraucherschutz
Die gemeinsame Warnung von FCA und SRA unterstreicht die Entschlossenheit der Regulierer, unseriöse Praktiken bei Motorfinanzierungsansprüchen einzudämmen.
Sie setzt klare Standards für Transparenz und Fairness, insbesondere bei Kündigungsgebühren und Mehrfachvertretungen.
Für Verbraucher bedeutet dies einen besseren Schutz, während Anbieter mit verstärkter Kontrolle und konsequenten Maßnahmen rechnen müssen.