FCA erwirkt Einziehungsanordnung gegen Collateral-Betrüger Andrew Currie
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FCA erwirkt Einziehungsanordnung gegen Collateral-Betrüger Andrew Currie

Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat eine Einziehungsanordnung über 265.523,96 Pfund gegen Andrew Currie erwirkt. Der Betrüger hatte Anleger der Peer-to-Peer-Plattform Collateral geschädigt.

Forderung von über 265.000 Pfund

Andrew Currie wurde 2023 wegen Betrugs an Anlegern der Peer-to-Peer-Plattform Collateral (UK) Ltd. zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Er hatte Gelder von Collateral-Investoren abgezweigt und für persönliche Zwecke, darunter den Kauf einer Immobilie in Spanien, verwendet.

Bei einer Anhörung am Southwark Crown Court am 9. Januar 2026 wurde Currie zur Zahlung von 265.523,96 Pfund verurteilt.

Dieser Betrag repräsentiert den Gesamtwert der Vermögenswerte, die das Gericht als noch verfügbar zur Rückforderung befand.

Die eingezogenen Gelder sollen an die Opfer seiner Verbrechen umverteilt werden.

Steve Smart, Exekutivdirektor für Durchsetzung und Marktüberwachung bei der FCA, betonte: 'Herr Currie versuchte, sich durch Betrug an ahnungslosen Anlegern zu bereichern. Die heutige Entscheidung ist eine klare Warnung an Betrüger, dass wir sie verfolgen und sicherstellen werden, dass sie nicht von ihren kriminellen Aktivitäten profitieren.'

Sollte Currie die Einziehungsanordnung nicht innerhalb von drei Monaten zahlen, droht ihm eine Ersatzhaftstrafe von bis zu drei Jahren.

Teil einer größeren Betrugsbekämpfung

Die Einziehungsverfahren sind ein integraler Bestandteil der laufenden Arbeit der FCA, um Gelder für die Opfer betrügerischer Anlagesysteme zurückzugewinnen.

Andrew Currie, geboren am 29. Juli 1965, stammt aus Dumfries und ist derzeit in Lancashire ansässig.

Seine Verurteilung erfolgte am 14. Juli 2023 wegen Betrugs durch Vertrauensmissbrauch und Geldwäsche, was gegen § 327 des Proceeds of Crime Act 2002 verstößt.

Die Einziehungsverfahren für Peter Currie, der ebenfalls in den Collateral-Betrug verwickelt war, wurden bereits im November 2024 abgeschlossen.

Gegen ihn wurde eine Anordnung über 5.000 Pfund erlassen.

Einziehungsanordnungen nach dem Proceeds of Crime Act 2002 verpflichten Straftäter, den durch kriminelles Verhalten erlangten Vorteil oder den Wert ihrer verfügbaren Vermögenswerte zurückzuzahlen, wobei der niedrigere Betrag maßgeblich ist.

Die Auszahlung von Entschädigungen an die Opfer erfolgt durch das Gericht, nachdem der Verurteilte seine Zahlungen geleistet hat.

Konsequenz statt nur Urteil

Die Einziehungsanordnung unterstreicht die Entschlossenheit der FCA, nicht nur Straftäter zu verurteilen, sondern auch aktiv die Rückführung unrechtmäßig erworbener Gelder für geschädigte Anleger zu betreiben.

Obwohl der eingezogene Betrag im Vergleich zum Gesamtschaden gering erscheinen mag, sendet die konsequente Verfolgung ein wichtiges Signal an potenzialle Betrüger.

Für die Opfer ist dies ein konkreter Schritt zur Wiedergutmachung, der das Vertrauen in die Aufsichtsbehörde stärken kann.