FCA passt Regeln für Geldmarktfonds an
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FCA passt Regeln für Geldmarktfonds an

Die britische Finanzaufsichtsbehörde (FCA) hat neue Schritte zur Regulierung von Geldmarktfonds (MMFs) angekündigt. Die Anpassungen folgen auf Regierungspläne und sollen die Widerstandsfähigkeit der Fonds stärken.

Angepasste Li­qui­di­täts­stan­dards für MMFs

Die FCA plant die Einführung neuer Regeln, die alle Geldmarktfonds zur Haltung ausreichender Liquidität verpflichten.

Dies soll die Finanzstabilität und Marktintegrität sichern.

Während die aktuellen Mindestanforderungen für wöchentliche liquide Aktiva (WLA) beibehalten werden, erwartet die Aufsichtsbehörde in ihrer Leitlinie, dass MMFs mit konstantem Nettoinventarwert (Stable NAV MMFs) 40 Prozent WLA und MMFs mit variablem Nettoinventarwert (Variable NAV MMFs) 20 Prozent WLA halten.

Diese Niveaus sollen nur zur Deckung von Rücknahmen oder in seltenen Fällen außerhalb der Kontrolle des Managers unterschritten werden.

Die bestehenden Mindestanforderungen für tägliche liquide Aktiva (DLA) bleiben unverändert.

Weitere Maßnahmen wie die Entkopplung von Liquiditätsniveaus und die verstärkten 'Know Your Customer'-Anforderungen werden ebenfalls umgesetzt.

Lehren aus Marktstress und Szenarioanalysen

Die ursprüngliche Konsultation der FCA sah eine deutliche Erhöhung der Mindestliquiditätsanforderungen vor, stieß jedoch auf Bedenken der Stakeholder.

Diese äußerten Fragen zu den vorgeschlagenen Niveaus und lieferten wertvolle Einblicke in das Liquiditätsmanagement der Unternehmen sowie das Abflussverhalten während jüngster Stressphasen.

Eine aktualisierte Analyse, die auch Ergebnisse aus dem systemweiten Szenario-Test der Bank of England berücksichtigt, zeigte, dass Abflüsse in einigen Szenarien geringer ausfallen könnten als zuvor angenommen.

Dies spiegelt Veränderungen in der Marktstruktur und eine verbesserte Fähigkeit der Unternehmen wider, Liquiditätsbedürfnisse über alternative Kanäle zu decken.

Diese Erkenntnisse führten zur Anpassung der ursprünglich vorgeschlagenen Liquiditätsstandards.

Pragmatismus trifft Stabilität

Die FCA reagiert mit den angepassten Vorschlägen pragmatisch auf das Feedback der Branche und neue Daten.

Es ist ein Balanceakt zwischen erhöhter Widerstandsfähigkeit und der Sicherstellung, dass MMFs weiterhin ihren Zweck erfüllen können.

Die neuen Regeln sind ein wichtiger Schritt zur Stärkung der Finanzstabilität, ohne die Märkte unnötig zu belasten.

Für Marktteilnehmer bedeutet dies mehr Klarheit und eine verbesserte Risikosteuerung in einem kritischen Segment des Finanzsystems.