Geldstrafen für Influencer wegen unerlaubter Finanzwerbung
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Geldstrafen für Influencer wegen unerlaubter Finanzwerbung

Sieben Social-Media-Influencer wurden vom Southwark Crown Court wegen der Förderung eines nicht autorisierten Devisenhandelssystems verurteilt. Alle bekannten sich schuldig, unerlaubte Finanzwerbung verbreitet zu haben.

Prominente Gesichter, hohe Strafen

Sieben Social-Media-Influencer wurden vom Southwark Crown Court wegen der Förderung eines nicht autorisierten Devisenhandelssystems verurteilt.

Alle sieben, darunter bekannte Namen wie Lauren Goodger und Scott Timlin, bekannten sich schuldig, unerlaubte Finanzwerbung verbreitet zu haben.

Die verhängten Geldstrafen reichten von 600 £ für Biggs Chris bis zu 3.750 £ für Lauren Goodger, zuzüglich erheblicher Gerichtskosten.

Rebecca Gormley und Eva Zapico erhielten bedingte bzw. absolute Entlassungen.

Steve Smart, Exekutivdirektor für Durchsetzung und Marktüberwachung bei der FCA, kommentierte die Urteile scharf: "Diese Influencer haben das Vertrauen ihrer Follower missbraucht.

Wir werden weiterhin gegen diejenigen vorgehen, die das finanzielle Wohlergehen ihrer Follower gefährden.

"

Reichweite, Risiko und Regulierung

Die verurteilten Influencer erreichten auf Instagram insgesamt 4,5 Millionen Follower.

Ihr Vergehen, die Kommunikation unerlaubter Finanzwerbung, ist eine Straftat, die mit Geldstrafen und Haft geahndet werden kann.

Die beworbenen Contracts For Difference (CFDs) sind hochriskante Derivate; die FCA warnt, dass 80 Prozent der Kunden dabei Geld verlieren.

Diese Produkte sind oft stark gehebelt, wodurch Anleger mehr als ihr Investment verlieren können.

Die FCA hat zudem Beschränkungen für den CFD-Verkauf an Privatkunden erlassen und Leitlinien für Finanzwerbung in sozialen Medien veröffentlicht.

Klares Signal, offene Fragen

Die Urteile senden ein klares Signal an die Influencer-Branche: Finanzwerbung ist kein rechtsfreier Raum.

Trotz der hohen Reichweite der Verurteilten bleibt die Frage, ob die verhängten Geldstrafen abschreckend genug wirken.

Für die FCA ist dies ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen der Verbraucher in digitale Finanzprodukte zu stärken und weitere Schäden zu verhindern.