Taskforce entfernt 1.200 irreführende Finanz-Werbungen
FCA Press Read in English

Taskforce entfernt 1.200 irreführende Finanz-Werbungen

Eine gemeinsame Taskforce aus FCA, ASA, SRA und ICO geht weiter gegen irreführende Werbung für Autofinanzierungsansprüche vor. Seit Januar 2024 wurden bereits 1.200 solcher Anzeigen entfernt oder geändert, davon 170 allein im Juni.

Die Tricks der Werber

Eine gemeinsame Taskforce aus FCA, ASA, SRA und ICO setzt ihre Maßnahmen gegen irreführende Werbung für Autofinanzierungsansprüche fort.

Im Juni ließ die FCA 170 irreführende Anzeigen von Claims Management Companies (CMCs) entfernen oder ändern, womit die Gesamtzahl seit Januar 2024 auf 1.200 steigt.

Die beanstandeten Werbepraktiken umfassten als Verbraucherbeiträge getarnte Social-Media-Posts, die eine Finanzwerbung für eine CMC darstellten, sowie die irreführende Nutzung des FCA-Wiedergutmachungsschemas.

Auch das Nicht-Hervorheben kostenloser Anspruchsoptionen und unautorisierte Werbungen wurden kritisiert.

Die FCA schloss zudem freiwillige Vereinbarungen (VREQs) mit zwei Firmen, die ihre Marketingaktivitäten einstellen oder ändern mussten.

Dies erhöht die Gesamtzahl der VREQs in diesem Bereich auf zwölf in den letzten zwölf Monaten.

Acht Warnungen wurden im Juni gegen nicht autorisierte Firmen ausgesprochen, die regulierte Claims-Management-Aktivitäten bewarben.

KI gegen irreführende Werbung

Alison Walters, Direktorin für Verbraucherfinanzierung bei der FCA, betonte, dass Verbraucher den Informationen über Autofinanzierungsansprüche vertrauen können sollten.

'Zu oft sehen wir noch Werbeaktionen, die wichtige Fakten verschleiern oder Druck auf Verbraucher ausüben', so Walters.

Miles Lockwood, Direktor für Beschwerden und Ermittlungen bei der ASA, unterstrich die Notwendigkeit transparenter und wahrheitsgemäßer Anzeigen.

Die ASA hat eigene Untersuchungen gegen Anwaltskanzleien eingeleitet, die Gebührenklarheit, kostenlose Anspruchsoptionen und potenziell überhöhte Entschädigungsbeträge prüfen.

Dabei kommt ein KI-basiertes 'Active Ad Monitoring'-System der ASA zum Einsatz, um Werbeaussagen schnell zu identifizieren.

Verbrauchern wird geraten, Ansprüche direkt und kostenlos bei ihrem Kreditgeber einzureichen, um hohe Gebühren von Claims Management Companies (CMCs) zu vermeiden, die oft über 30 Prozent der Entschädigung verlangen.

Der lange Arm der Aufsicht

Die gemeinsame Taskforce zeigt, dass Aufsichtsbehörden die aggressive und oft irreführende Werbung im Finanzsektor ernst nehmen.

Die schiere Anzahl der entfernten Anzeigen und die Notwendigkeit von KI-Systemen verdeutlichen jedoch das Ausmaß des Problems und die Herausforderung, es umfassend zu kontrollieren.

Für Verbraucher ist die klare Botschaft, kostenlose Optionen zu nutzen, entscheidend, um unnötige Gebühren zu vermeiden.