Wohnvermögen als vierte Säule der Altersvorsorge
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Wohnvermögen als vierte Säule der Altersvorsorge

Emad Aladhal von der FCA fordert, Wohnvermögen als vierte Säule der Altersvorsorge zu etablieren. Bislang werde diese Option von Verbrauchern und Beratern stark unterschätzt, obwohl sie Milliardenpotenzial birgt.

Die unterschätzte Milliarden-Säule

Das Wohnvermögen wird in den kommenden Jahren eine immer wichtigere Rolle bei der Altersvorsorge spielen, wird aber oft übersehen.

Emad Aladhal von der FCA betonte, dass viele Menschen ohne ausreichendes Einkommen in den Ruhestand gehen, um ihren Lebensstandard zu halten.

Die Pensionskommission fand, dass 15 Millionen Erwerbstätige nicht das angestrebte Renteneinkommen erreichen werden.

Dabei haben viele durch den Kauf eines Eigenheims langfristige Sicherheit geschaffen.

Dieses Vermögen kann nicht nur Einkommenslücken schließen, sondern auch Verbesserungen im Zuhause finanzieren oder für die Nachlassplanung dienen.

Eine Fairer Finance Studie prognostiziert, dass bis 2040 rund 51 Prozent der Haushalte über 60 Jahren von der Nutzung ihres Wohnvermögens profitieren könnten.

Diese Verbraucher halten schätzungsweise 4,3 Billionen Pfund an Wohnvermögen, wovon jährlich etwa 23 Milliarden Pfund freigesetzt werden könnten – ein Vielfaches des heutigen Marktes.

Dies unterstreicht das enorme Potenzial, Wohnvermögen als vierte Säule der Altersvorsorge zu etablieren.

Markt noch nicht bereit für das Potenzial

Trotz des immensen Potenzials ist der Markt für Altersdarlehen noch nicht bereit, in großem Maßstab zu liefern.

Die FCA-Daten zeigen, dass von fast 330.000 Hypotheken, die 2025 an über 55-Jährige vergeben wurden, nur 9 Prozent – etwa 30.000 Verträge – Alters- oder Renten-Zinszahlungsdarlehen waren.

Dies spiegelt Herausforderungen bei Angebot und Nachfrage wider.

Der Markt kann die zukünftige Nachfrage nicht unterstützen, da Verbraucher sich oft erst unter finanziellem Druck engagieren.

Zudem berücksichtigen Beratungen diese Optionen für Rentner oft nicht umfassend.

Altersdarlehen sollten jedoch frühzeitig und selbstbewusst als Teil der langfristigen Planung betrachtet werden.

Der Markt muss sich anpassen, um Nachfrage zu steigern und Verbraucherbedürfnisse zu decken.

Die Branche muss jetzt liefern

Die FCA signalisiert klare Unterstützung durch Konsultationen und Marktstudien, betont aber die Führungsrolle der Industrie.

Ohne innovative Produkte, ganzheitliche Beratung und konsequenten Vertrauensaufbau wird das immense Potenzial des Wohnvermögens ungenutzt bleiben.

Es liegt nun an den Akteuren, die vierte Säule aktiv zu gestalten und Verbrauchern echte Wahlmöglichkeiten zu eröffnen.