Tribunal bestätigt Plan zur Schädigung der katarischen Wirtschaft
Das Upper Tribunal hat die Entscheidung der FCA bestätigt, dass Rangecourt SA (ehemals Banque Havilland) sowie Edmund Rowland und Vladimir Bolelyy, zwei ehemalige Bankmitarbeiter, ohne Integrität handelten. Sie hatten einen Plan zur Schädigung der katarischen Wirtschaft durch manipulative Handelsstrategien entwickelt.
Manipulative Strategie zur Währungsabwertung
Banque Havilland entwickelte einen Plan, der ursprünglich den Titel 'Setting fire to the neighbour's house fund' trug, um den katarischen Riyal durch manipulative Handelsstrategien zu schädigen.
Ziel war es, die katarische Währung abzuwerten und ihre Bindung an den US-Dollar zu brechen, was der Wirtschaft Katars erheblichen Schaden zufügen sollte.
Das Upper Tribunal bestätigte die Feststellung der FCA, dass Rangecourt SA (ehemals Banque Havilland), Edmund Rowland, der ehemalige Londoner CEO, und Vladimir Bolelyy, ein ehemaliger Bankmitarbeiter, ohne Integrität gehandelt haben.
Das Tribunal stimmte der FCA zu, dass erhebliche Geldstrafen verhängt werden sollten, und setzte diese auf 4 Mio. Pfund für Rangecourt SA, 352.000 Pfund für Herrn Rowland und 14.200 Pfund für Herrn Bolelyy fest.
Darüber hinaus bestätigte das Tribunal die Entscheidung der FCA, Herrn Rowland und Herrn Bolelyy die Tätigkeit im Finanzdienstleistungssektor zu untersagen.
Gier als Motiv, Lügen als Mittel
Edmund Rowland und Vladimir Bolelyy waren maßgeblich an diesem vorsätzlichen Fehlverhalten beteiligt.
Herr Rowland versuchte, die Mubadala Investment Company zu beeindrucken, um finanzielle Vorteile für Banque Havilland und seine Familie zu sichern.
Das Tribunal stellte fest, dass Herr Rowland sowohl gegenüber der FCA als auch vor Gericht gelogen und Herrn Bolelyy zum Lügen überredet hatte.
Steve Smart, Executive Director of Enforcement and Market Oversight bei der FCA, kommentierte: 'Motiviert von Gier, hatten Banque Havilland, Herr Rowland und Herr Bolelyy einen Plan, die katarische Wirtschaft ernsthaft zu schädigen. Es ist richtig, dass sie zur Rechenschaft gezogen wurden.'
Die FCA hatte ursprünglich eine Geldstrafe von 10 Mio. Pfund für Banque Havilland vorgeschlagen, das Tribunal reduzierte diese jedoch auf 4 Mio. Pfund.
Abschreckung mit Fragezeichen
Dieser Fall unterstreicht die Notwendigkeit robuster Aufsichtsmechanismen gegen Marktmanipulation und die Bedeutung der Integrität im Finanzsektor.
Die Reduzierung der ursprünglich vorgeschlagenen Geldstrafe durch das Tribunal könnte jedoch Fragen zur Abschreckungswirkung aufwerfen.
Für die Finanzbranche ist dies eine klare Mahnung, dass ethisches Verhalten und die Einhaltung von Vorschriften unverzichtbar sind, um das Vertrauen der Öffentlichkeit zu wahren.