Cook warnt vor hartnäckiger Inflation und mahnt zur Geduld
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Cook warnt vor hartnäckiger Inflation und mahnt zur Geduld

Fed-Gouverneurin Lisa Cook sieht die US-Wirtschaft als widerstandsfähig, doch die Inflation verharrt hartnäckig über dem 2-Prozent-Ziel. Sie unterstützte die Entscheidung des FOMC, den Leitzins unverändert zu lassen, und mahnt zur Geduld.

Hartnäckige Inflation erfordert Geduld

Fed-Gouverneurin Lisa Cook sieht die Inflation hartnäckig über dem 2-Prozent-Ziel der Federal Reserve verharren.

Der persönliche Konsumausgaben-Preisindex (PCE) stieg im Dezember um geschätzte 2,9 Prozent, die Kerninflation um 3,0 Prozent.

Dieser Stillstand im Jahr 2025 ist frustrierend nach der deutlichen Disinflation der Vorjahre.

Cook betonte, dass die "feste Verpflichtung des FOMC zu seinem Inflationsmandat unerlässlich" sei.

Sie unterstützte die Entscheidung des FOMC, den Leitzins unverändert zu lassen, da die Risiken weiterhin zu höheren Inflationsraten tendieren.

Als Ursache für den Anstieg der Kernwarenpreise nannte sie die im letzten Jahr erhöhten Zölle auf Importprodukte.

Arbeitsmarkt im Gleichgewicht, aber mit Risiken

Der US-Arbeitsmarkt hat sich nach einer Abschwächung im Jahr 2024 und Anfang 2025 stabilisiert.

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 4,4 Prozent, was im historischen Vergleich niedrig ist.

Cook sieht den Arbeitsmarkt "ungefähr im Gleichgewicht", warnt aber vor Risiken wie dem Anstieg der Teilzeitbeschäftigung aus wirtschaftlichen Gründen und der Verlangsamung der Arbeitsplatzschaffung.

Sie hob auch die potenziellen Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) hervor, die Produktivität steigern, aber auch zu Arbeitsplatzverlusten führen könnte.

Dies könnte zu einem Missverhältnis zwischen Kosten und Nutzen führen.

Die Gouverneurin betonte zudem die "Zwei-Geschwindigkeiten-Wirtschaft", in der Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen zunehmend unter Druck geraten.

Sentiment-Rätsel und die Grenzen der Geldpolitik

Der scheinbare Widerspruch zwischen robusten Wirtschaftsdaten und schlechter Verbraucherstimmung ist für die Fed-Gouverneurin real und tief besorgniserregend.

Er offenbart jedoch kein Signal für eine erhöhte Arbeitsmarktflaute, die mit typischer nachfrageseitiger Geldpolitik behoben werden könnte.

Stattdessen ist die beste Reaktion der Zentralbank, die Inflation zum Ziel zurückzuführen und dort zu halten, um die Glaubwürdigkeit zu wahren.

Quelle: Cook, Economic Outlook

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