Finale Szenarien für Stresstest 2026, Kapitalanforderungen bleiben stabil
Die Federal Reserve hat die finalen Szenarien für ihren Stresstest 2026 veröffentlicht. Gleichzeitig werden die aktuellen Kapitalanforderungen beibehalten, bis öffentliches Feedback berücksichtigt wurde.
Härtere Tests für Großbanken 2026
Die Federal Reserve hat die finalen Szenarien für ihren jährlichen Stresstest 2026 bekannt gegeben.
Diese Szenarien, die ab dem 15. Februar 2026 wirksam werden, sollen die Widerstandsfähigkeit großer Banken unter hypothetischen Rezessionsbedingungen bewerten.
Ziel ist es, sicherzustellen, dass diese Institute auch in schweren Wirtschaftskrisen Kredite an Haushalte und Unternehmen vergeben können.
Die Ergebnisse der Stresstests dienen der Fed als Grundlage für die Festlegung der Kapitalanforderungen für Großbanken.
Gleichzeitig hat der Vorstand beschlossen, die aktuellen Kapitalanforderungen, die sich aus den Stresstests ergeben, vorerst beizubehalten.
Diese Entscheidung wurde getroffen, um weiteres öffentliches Feedback zu berücksichtigen, bevor endgültige Anpassungen vorgenommen werden.
Transparenz und Feedback im Fokus
Die jährlichen Stresstests der Federal Reserve sind ein zentrales Instrument zur Überwachung der Finanzstabilität.
Um die Transparenz zu erhöhen und öffentliches Feedback einzuholen, hatte die Fed am 24. Oktober 2025 Kommentare zu den vorgeschlagenen Szenarien für den Stresstest 2026 eingeholt.
Die nun finalisierten Szenarien sowie die Überprüfung der eingegangenen Kommentare sind auf der Website der Fed verfügbar.
Von diesen Tests betroffen sind US-Bankholdinggesellschaften (BHCs), Sparkassen-Holdinggesellschaften (SLHCs) und Zwischenholdinggesellschaften ausländischer Bankorganisationen (IHCs) mit einem Vermögen von 100 Milliarden US-Dollar oder mehr, sowie vom Board beaufsichtigte Nichtbanken-Finanzinstitute.
Stabilität vor Schnellschuss
Die Entscheidung, die Kapitalanforderungen vorerst beizubehalten, zeigt die Vorsicht der Fed im aktuellen Umfeld.
Sie priorisiert Stabilität und umfassendes Feedback gegenüber einer schnellen Anpassung.
Für die betroffenen Großbanken bedeutet dies vorerst Planungsstabilität, während die Diskussion um zukünftige Anforderungen weiterläuft.