US-Haushalte 2025: Stabile Finanzen, KI-Nutzung wächst
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US-Haushalte 2025: Stabile Finanzen, KI-Nutzung wächst

Die Federal Reserve veröffentlicht ihren Bericht zur finanziellen Lage der US-Haushalte 2025. Er zeigt eine stabile Gesamtlage, leicht nachlassende Preisbedenken und zunehmende KI-Nutzung am Arbeitsplatz.

Stabilität trotz Preisdruck und Job-Sorgen

Der aktuelle Bericht der Federal Reserve zur finanziellen Lage der US-Haushalte 2025 zeigt ein weitgehend stabiles Bild.

73 Prozent der Erwachsenen gaben an, finanziell „gut zurechtzukommen“ oder „komfortabel zu leben“.

Allerdings verzeichneten bestimmte demografische Gruppen, darunter Personen mit geringem Einkommen, junge Erwachsene und Schwarze, deutliche Rückgänge.

Preissteigerungen blieben mit über 90 Prozent der Nennungen die häufigste finanzielle Sorge, auch wenn der Anteil derer, die sie als „große Sorge“ bezeichneten, um 3 Prozentpunkte sank.

Gleichzeitig nahmen die Bedenken hinsichtlich der Arbeitsplatzsuche oder -sicherung zu: 42 Prozent der Erwachsenen nannten dies eine „geringe“ oder „große Sorge“, ein Anstieg von 37 Prozent im Jahr 2024.

Die Wahrnehmung der nationalen Wirtschaft verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich; nur etwa ein Viertel der Erwachsenen bewertete die Wirtschaft als „gut“ oder „ausgezeichnet“, ein Rückgang um 3 Prozentpunkte gegenüber 2024 und um 24 Prozentpunkte gegenüber 2019.

KI am Arbeitsplatz: Zeitersparnis statt Job-Angst

Ein Viertel der Arbeitnehmer nutzte im Vormonat generative Künstliche Intelligenz (KI) im Job.

Diese Gruppe sah KI eher als vorteilhaft für ihre Karriere an, als dass sie befürchtete, dass KI ihre Arbeitsplätze ersetzen würde.

81 Prozent der KI-Nutzer stimmten zu, dass KI ihnen Zeit spart.

Die Nutzung von KI war bei Hochschulabsolventen viermal höher als bei Personen mit geringerer Bildung.

Der Arbeitsmarkt zeigte Anzeichen einer leichten Abschwächung mit einem geringen Anstieg der Entlassungen und weniger freiwilligen Kündigungen.

15 Prozent der unter 30-Jährigen waren arbeitslos und gaben an, keinen Job finden zu können.

Zudem lebten 49 Prozent der unter 30-Jährigen im Jahr 2025 bei ihren Eltern, ein Anstieg um 6 Prozentpunkte seit 2022 und 12 Prozentpunkte seit 2019.

Gemischtes Bild mit Blick nach vorn

Der Bericht zeichnet ein nuanciertes Bild der finanziellen Lage, das Resilienz inmitten anhaltender Herausforderungen, insbesondere für vulnerable Gruppen, aufzeigt.

Während KI Effizienzgewinne verspricht, erfordert ihr langfristiger Einfluss auf Beschäftigung und wirtschaftliche Ungleichheit eine genaue Beobachtung.

Diese Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit einer adaptiven Politik, um die finanzielle Stabilität aller Haushalte zu gewährleisten.