Fed schlägt Zahlungskonto für Abwicklung vor
Die Federal Reserve schlägt ein neues „Zahlungskonto“ vor, das berechtigten Finanzinstituten die Abwicklung von Zahlungen ermöglichen soll. Die Öffentlichkeit ist zur Stellungnahme zu den geplanten Änderungen an bestehenden Richtlinien aufgerufen.
Neues Zahlungskonto für reibungslose Abwicklung
Die Federal Reserve hat einen Vorschlag zur Einführung eines speziellen „Zahlungskontos“ zur öffentlichen Kommentierung freigegeben.
Dieses Konto soll berechtigten Finanzinstituten die Abwicklung von Zahlungsaktivitäten ermöglichen.
Vorgeschlagen werden auch Änderungen an der „Policy on Payment System Risk“ und den „Account Access Guidelines“.
Zudem sollen Regulation A (kein Zugang zum Diskontfenster) und Regulation D (keine Zinszahlung auf Salden) angepasst werden.
Bis Ende 2026 sollen Entscheidungen über Zugangsanfragen von Tier-3-Institutionen pausiert werden.
Ein früheres Request for Information (RFI) zum Prototyp des Zahlungskontos erhielt 72 Kommentare.
Nicht-traditionelle Institute unterstützten den Vorschlag, wünschten sich aber mehr Dienste.
Traditionelle Banken äußerten Bedenken und forderten zusätzliche Beschränkungen.
Hauptdiskussionspunkte waren der Ausschluss von FedACH-Diensten, Bilanzlimits (bis zu 1 Milliarde Dollar, ohne Intraday-Limit), die Zinszahlung auf Kontosalden und der fehlende Zugang zum Diskontfenster.
Auch Risiken im Bereich der illegalen Finanzierung wurden kontrovers diskutiert.
Risikoreduktion durch Standardisierung
Das Zahlungsökosystem entwickelt sich rasant, getrieben von technologischem Fortschritt.
Viele Institutionen, insbesondere solche mit Fokus auf Zahlungs-Innovationen, suchen direkten Zugang zu Reservebank-Konten, um Kosten zu senken und die Abwicklungsgeschwindigkeit zu erhöhen.
Das vorgeschlagene Zahlungskonto soll diesen Bedürfnissen entgegenkommen und gleichzeitig materielle Risiken mindern.
Es weist ein geringeres Restrisikoprofil auf als ein Master-Konto, was eine beschleunigte Prüfung ermöglichen soll.
Die Standardbedingungen umfassen: Berechtigung für gesetzlich zugelassene Institute; Bilanzlimits bis zu 1 Milliarde Dollar, ohne Intraday-Limit; keinen Zugang zu Intraday-Krediten, wobei Überziehungen automatisch abgelehnt werden.
Nur Dienste mit automatischer Überziehungsablehnung sind zugelassen (z.B. Fedwire Funds, FedNow, National Settlement Service).
Kontoinhabern ist es zudem untersagt, als Korrespondenten für andere Institute zu fungieren.
Balanceakt zwischen Innovation und Stabilität
Dieser Vorschlag spiegelt den Versuch der Fed wider, Innovationen im Zahlungsverkehr mit Bedenken hinsichtlich der Finanzstabilität in Einklang zu bringen.
Während er einen optimierten Zugang bietet, signalisieren die strengen Beschränkungen für Kredite und Zinsen einen vorsichtigen Ansatz zur Integration nicht-traditioneller Akteure.
Die anhaltende Debatte um FedACH und Bilanzlimits zeigt, dass die endgültige Ausgestaltung noch kontrovers diskutiert wird.