Statische Kapitalpuffer übertreffen dynamische Regeln
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Statische Kapitalpuffer übertreffen dynamische Regeln

Eine neue FEDS-Studie der Federal Reserve zeigt: Einfache statische Kapitalpuffer sind komplexen dynamischen Regeln zur Bankenregulierung überlegen. Sie verhindern übermäßige Risikobereitschaft von Banken effektiver als zyklische Ansätze und reduzieren das Krisenrisiko.

Das Paradox der Einfachheit

In einem Modell mit endogener Risikobereitschaft können Einlagensicherung und beschränkte Haftung Banken dazu verleiten, sozial ineffiziente und riskante Kredite zu vergeben.

Kapitalanforderungen sollen dies verhindern, reduzieren aber gleichzeitig liquiditätsschaffende Bankeinlagen.

Die Studie untersucht, wie unterschiedliche Regeln für Kapitalanforderungen in einer komplexen Wirtschaft mit vielfältigen Schocks funktionieren.

Dabei zeigt sich, dass eine Politik, die Kapitalanforderungen präzise anpasst, um exzessive Risikobereitschaft zu verhindern – die sogenannte 'No-Failure'-Regel – zwar optimal wäre, aber in der Praxis nicht umsetzbar ist, da sie vollständiges Wissen über alle Schocks erfordert.

Überraschenderweise schneiden einfache Regeln, die auf zyklische Bedingungen reagieren, wie sie von Basel III empfohlen werden, schlecht ab.

Ein kleiner statischer Kapitalpuffer erweist sich hingegen als deutlich effektiver, da er kostspielige Risikobereitschaftsepisoden und Bankenausfälle vermeidet, ohne die Liquidität unnötig zu reduzieren.

Die Forscher betonen, dass selbst optimierte dynamische Regeln kaum eine Verbesserung gegenüber einem statischen Puffer erzielen.

Basel III und die Grenzen der Komplexität

Die Autoren entwickeln ein dynamisches makroökonomisches Modell, in dem Banken aufgrund beschränkter Haftung und Einlagensicherung Anreize haben, von sicheren zu risikoreichen Vermögenswerten zu wechseln.

Dieses Modell bildet ab, wie Bankenkrisen entstehen, wenn Kapitalanforderungen nicht ausreichen, und wie diese Krisen Konsum und Investitionen beeinträchtigen.

Die Studie vergleicht die ideale 'No-Failure'-Regel, die Kapitalanforderungen exakt anpasst, um Risikobereitschaft zu eliminieren, mit einfachen, implementierbaren Regeln.

Es wird gezeigt, dass die optimale dynamische Regel nicht notwendigerweise pro-, kontra- oder azyklisch ist, da ihre Reaktion vom Schocktyp abhängt.

Die Basel-III-Leitlinien für den antizyklischen Kapitalpuffer (CCyB), die eine Erhöhung der Anforderungen bei rascher Kreditexpansion vorsehen, erweisen sich im Modell als ineffektiv.

Eine Optimierung dieser Regeln führt dazu, dass sie kaum von einem statischen Puffer zu unterscheiden sind.

Dies stellt die theoretische Grundlage der Basel-Regel infrage.

Plädoyer für regulatorische Bescheidenheit

Diese Forschung stellt die Effektivität komplexer, zyklischer Kapitalpuffer infrage und plädiert für eine Rückkehr zur Einfachheit.

Sie zeigt, dass ein robuster, statischer Puffer oft überlegen ist, da er die Illusion präziser Steuerung vermeidet und dennoch Stabilität bietet.

Regulierungsbehörden sollten daher die Verlockung dynamischer Anpassungen kritisch hinterfragen und den Wert einer konstanten, vorsichtigen Kapitalisierung neu bewerten.

Quelle: FEDS Paper: A Static Capital Buffer is Hard To Beat

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