Fed-Studie: Optionen für Bilanzreduktion bis 2,1 Billionen Dollar
Eine neue Studie der Federal Reserve (Fed) präsentiert Optionen zur Reduzierung der Bilanzsumme um bis zu 2,1 Billionen Dollar. Die Umsetzung erfordert umfangreiche Vorarbeiten und einen langsamen, vorsichtigen Ansatz.
Vielfältige Wege zur Bilanzschrumpfung
Die vorliegende Studie der Federal Reserve (Fed) präsentiert eine Reihe von politischen Optionen zur Reduzierung der Bilanzsumme.
Viele dieser Optionen zielen darauf ab, die Nachfrage nach Bankreserven zu senken und damit die Grenzen zwischen knappen, ausreichenden und reichlichen Reserven zu verschieben.
Die Autoren schätzen, dass diese Maßnahmen eine Bilanzreduktion von 1,2 bis 2,1 Billionen Dollar innerhalb des aktuellen Rahmens reichlicher Reserven ermöglichen könnten.
Eine Rückkehr zu einem Regime knapper Reserven würde weitere Reduktionen erlauben.
Die Optionen umfassen regulatorische und aufsichtsrechtliche Änderungen, die Verringerung der Rentabilität des Haltens von Reserven sowie die Erhöhung der Attraktivität von Reserve-Substituten.
Die Autoren betonen, dass das Papier ein Katalog von Möglichkeiten ist und keine Befürwortung einer bestimmten Politik darstellt.
'Zukünftige Führungskräfte der Federal Reserve werden entscheiden, welche Optionen, wenn überhaupt, verfolgt werden,' heißt es in der Einleitung.
Regulatorische Dominanz der Reserve-Nachfrage
Die traditionelle Sichtweise besagt, dass die Fed ihre Bilanz aufgrund einer steilen Nachfragekurve für Reserven nicht wesentlich reduzieren kann.
Diese Studie hinterfragt jedoch diese Annahme und argumentiert, dass die Nachfrage nach Reserven maßgeblich durch das regulatorische Umfeld bestimmt wird.
Banken sind durch verschiedene Vorschriften verpflichtet, bestimmte Mengen an hochliquiden Aktiva zu halten, was die grundlegende Reserve-Nachfrage erheblich verstärkt.
Dieses Phänomen wird als 'regulatorische Dominanz' bezeichnet.
Die Erkenntnis, dass die Zentralbank die Reserve-Nachfrage durch ihre Regulierungs- und Implementierungspolitik beeinflussen kann, eröffnet neue Wege für eine weitere Bilanzreduktion ohne unerwünschte Spannungen an den kurzfristigen Geldmärkten.
Ein Leitfaden für die Zukunft
Diese Studie liefert einen dringend benötigten Rahmen für die zukünftige Bilanzpolitik der Fed.
Sie entmystifiziert die Annahme, dass eine substanzielle Reduktion nur durch eine Rückkehr zu knappen Reserven möglich ist.
Damit bietet sie der Zentralbank konkrete Ansatzpunkte, um die geldpolitische Flexibilität zu erhöhen und die Debatte über Quantitative Tightening neu zu beleben.