Repo-Kapazität begrenzt Fed-Bilanzgröße
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Repo-Kapazität begrenzt Fed-Bilanzgröße

Eine neue FEDS-Studie von Anbil, Anderson, Cohen und Ruprecht zeigt: Nicht die Nachfrage nach Bankreserven, sondern die Kapazität des Repo-Marktes begrenzt die optimale Größe der Fed-Bilanz. Höhere Leitzinsen erweitern zudem die Repo-Kapazität, was eine kleinere Bilanz ermöglicht.

Repo-Markt als neue Bilanz-Grenze

Die optimale Größe der Federal Reserve (Fed)-Bilanz ist entscheidend für eine effiziente Geldpolitik.

Bisher konzentrierte sich die Forschung auf die Nachfrage nach Bankreserven als primäre Determinante.

Diese neue Studie führt jedoch eine weitere, oft übersehene Beschränkung ein: die Kapazität des Repo-Marktes, angetrieben durch die Liquiditätsversorgung von Geldmarktfonds (MMFs).

Die Autoren zeigen, dass diese Repo-Markt-Kapazität die Fed-Bilanz stärker begrenzt als die Bankreservenachfrage, was die Ereignisse vom September 2019 neu einordnet.

Zudem wird eine Komplementarität zwischen Zins- und Bilanzpolitik aufgezeigt: Höhere Leitzinsen erweitern die Repo-Kapazität und ermöglichen der Zentralbank, mit einer kleineren Bilanz zu operieren.

Dies bedeutet, dass Quantitative Tightening (QT) bei erhöhten Leitzinsen weiter voranschreiten kann.

MMFs als Schlüssel zur Liquidität

Die Studie entwickelt ein strukturelles Modell, das die Nachfrage nach Reserven von Banken und das Geldangebot von Nichtbanken abbildet.

Kalibriert am Straffungszyklus 2022-2024, zeigt es, wie Quantitative Tightening (QT) die Nachfrage nach Repo-Krediten erhöht und das Liquiditätsangebot reduziert.

Geldmarktfonds (MMFs) spielen eine zentrale Rolle: Bei steigenden Leitzinsen fließen Einlagen von Banken zu MMFs.

Diese werden zunächst in der Overnight Reverse Repurchase Facility (ON RRP) angelegt.

Mit fortschreitendem QT werden diese Mittel aus der ON RRP in den Repo-Markt umgeleitet.

Die Kapazität der MMFs, die Repo-Finanzierungsbedürfnisse der Händler zu absorbieren, ist entscheidend für die Transmission von QT.

Alte Lehren, neue Perspektiven

Diese Forschung verschiebt das Verständnis der Fed-Bilanzgrenzen signifikant, indem sie den Repo-Markt in den Vordergrund rückt.

Die Studie bietet eine plausible Erklärung für den Repo-Spike 2019, der bisher oft nur mit niedrigen Reserven assoziiert wurde.

Künftig muss die Fed bei der Bilanzreduzierung nicht nur Bankreserven, sondern auch die dynamische Kapazität des Repo-Marktes berücksichtigen.