Handelsstörungen und US-Banken: Neue Studie misst Anfälligkeit
Eine neue FEDS-Studie quantifiziert die Anfälligkeit von US-Banken für Handelsstörungen. Nach den Zolankündigungen im April 2025 zeigten stärker exponierte Banken deutlich größere Kursrückgänge.
Neuer Index misst Handelsrisiken
Forscher der Federal Reserve haben ein marktgestütztes Maß entwickelt, um die Anfälligkeit von Unternehmen und Branchen für Störungen im Außenhandel zu quantifizieren.
In Kombination mit detaillierten Aufsichtsdaten wurde dieses Maß auf große US-Banken angewendet, um deren Exposition gegenüber solchen Störungen zu bewerten.
Die Studie führt einen neuartigen bankenspezifischen Anfälligkeitsindex ein, der die potenziellen Auswirkungen von Handelsunterbrechungen auf die Finanzinstitute abbildet.
Die Ergebnisse zeigen, dass Banken mit einer höheren Exposition nach den Zolankündigungen im April 2025 signifikant größere Kursrückgänge ihrer Aktien verzeichneten.
Dieser Zusammenhang unterstreicht die direkte Verbindung zwischen globalen Handelsereignissen und der Stabilität des Bankensektors in den USA.
Der entwickelte Index bietet eine präzise Methode zur Identifizierung und Überwachung dieser Risiken, was für Regulierungsbehörden und Marktteilnehmer gleichermaßen von Bedeutung ist.
18 Prozent der Kursverluste erklärt
Der neu entwickelte Anfälligkeitsindex der Federal Reserve erklärt 18 Prozent der Querschnittsvariation in den Bankrenditen während des Zeitraums der Zolankündigungen.
Dies verdeutlicht die Relevanz handelsbezogener Risiken für die Finanzstabilität.
Die Autoren betonen, dass die Fähigkeit, solche Risiken auf Bankenebene zu quantifizieren, entscheidend ist, um potenzielle Schwachstellen im Finanzsystem frühzeitig zu erkennen.
Die Studie liefert damit ein wichtiges Instrument für die Aufsicht und Risikobewertung, insbesondere in Zeiten erhöhter geopolitischer Spannungen und protektionistischer Tendenzen.
Die Erkenntnisse tragen dazu bei, die Widerstandsfähigkeit des US-Bankensektors gegenüber externen Schocks zu stärken und fundierte politische Entscheidungen zu ermöglichen.
Ein Weckruf für die Aufsicht
Diese Studie füllt eine wichtige Lücke in der Risikobewertung von Banken, indem sie Handelsrisiken präzise quantifiziert.
Obwohl die Methodik komplex ist, sind die Implikationen für die Finanzstabilität unübersehbar und fordern eine verstärkte Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden.
Für Banken bedeutet dies, dass sie ihre Exposition gegenüber globalen Handelsströmen aktiver managen müssen, um unerwartete Schocks abzufedern.